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II. Band.
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über die Landtaxen in England und Frankreich. 5g i

Da äus dem französichen Grundsatz, daß die Regierung ihr Theil davonhaben müsse, sobald jemand einen Vortheil gemacht hat, unzähliche Unter-drückungen erfolgen, so schlug der Marschall von Vauban zu Abthuung der-selben vor, die Taille, so wie sie itzo bezahlt wird, ungleichen, die Capitation,Industrie und den ganzen Schwärm der Cumulativtaxen, die der Verwaltungder Intendanten übergeben sind, abzuschaffen, und an ihrer Statt einen kö-niglichen Zehenden (wie ers nennete) einzuführen; er verstund darunter: einenTheil von allen Feldfrüchten, der dem gleich sey, der zum Bessten der Geist-lichkeit verordnet worden. Er schlug vor, denselben nach Ersorderung derBedürfnisse des Staats, von dem zwanzigsten bis zu dem zehnten Theil von je-der Art der Productedes Landes durch ganz Frankreich anzulegen. Er war derMeinung, daß dieses dem zehnten Theil der Landrenten gleich sey. Und derVerfasser eines unter dem Namen lc Reformateur herausgekomtnenen Buches,das einen neuen Plan der Taxation enthält, worin sich einige anmerkenswür-dige Sachen befinden, folget in diesem Stück dem Marschall von Vauban, ohnedie wahre Beschaffenheit dieser Art Taxen in Erwägung ziehen.

Der Zehnte ist von allen Taxen auf das Einkommen von den Ländereietidie schlimmste; und ist unter den Menschen gewiß eher eingeführet, als manvorn Ackerbau oder Taxen Kenntniß gehabt hat. Die Ländereien sind in al-len Ländern von verschiedener Beschaffenheit: einige sind geschickt, einereiche Erndte vorn Getraide zu liefern, andere eine mittelmäßige: einige ha-ben Weiden, andereHöltzungcn: einige bringen Wein, andere haben Berg-werke, und so giebt es tauscnderleyProducte, davon einige mehr, die andernweniger zu bearbeiten kosten. Der Zehnte ziehet ohne Unterschied einen be-stimmten Theil der Früchte, worin der Zehnte aller Arbeit und Kosten zurHervorbringung derselben begriffen ist. Ich will z. E. ein Kornfeld nehmen,welches dem Eigenthümer nicht über £ des Korns, das es trägt, abgeben kann,ich weiss viele, die nicht über -f geben können, allein schwill £ nehmen; an-dere können ganz gemächlich \ bezahlen, andere sogar f; die Felder um Pa-dua geben Grassland giebt noch mehr, und reiche Heuwiescn werden aneinigen Orten -f, und sogar £ geben. Wie ist es denn möglich, daß einigeGleichheit in einer Taxe seyn sollte, die ohn Unterschied einen gewissen Theilder Früchte zu sich nimmt, wenn diese Früchte in keinem bestimmten Ver-hältnisse mit allen Unkosten, die zur Hervorbringung derselben erfordert wor-Qrunds. der Staatsw. II, Band. D d d d den,