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II. Band.
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X//. Cap. Vermischte Fragen über die Taxen. 5 93

Diese Schwierigkeiten werden bey der Verwaltung vermieden, da dieseBedienung Männern von den grössten Geschicklichkeiten anvertrauet werden;die Erfahrung lehret, dass viele Arten der Schätzung, unter der Verwaltungvon dazu bestellten Personen, zu einer grossen Vollkommenheit gediehen;und redliche und geschickte Männer werden mit eben dem Eifer für das Publi-kum, als für lieh selbst, sorgen.

Die vornehmsten Gründe für die Pachtung sind diese: der Vortheil, einbestimmtes und gewisses Einkommen zu haben, darauf man zu rechter ZeitRechnung machen kann. Die Pächter beweisen einen größern Eifer, da siefür sich selbst handeln; eine grössere Unpartheilichkeit bey Bestellung derUnterbedienten, imgleichen, eine grössere Sparsamkeit; und daher könnensie eine höhere Pacht geben, und verdienen ansehnlicher dabey, als man wirk-lich bey der bessten Verwaltung einheben kann; überdem hält sich jeder fürfähig, des Königs Geschaffte zu verwalten, weil er Vortheil dabey findet; aberdie Leute bedenken sich wol zweimal, ehe sie es unternehmen, Pächter ei-ner Einnahme zu werden, die sie nicht gut verstehen.

Bey der Verwaltung der Taxen sollte ein Staatsmann feine Aufmerksam-keit und Sorge darauf richten, sich jeden Vortheil, der mit den verschiede-nen Arten der Hebung der Taxen verbunden ist, zu Nutz zu machen. Es istnicht genug, die allgemeinen Folgen beider Arten der Einforderung, der Ver-waltung und der Verpachtung der Taxen, zu untertheilen: es würden sich be-sonders die cumulativen Taxen, die auf die niedern Classen Einfluß haben,nicht recht gut zur Verpachtung schicken; denn dadurch würde der gleisteTheil des Volks gleichsam der Raubsucht der Taxeinnehmer überliefert werden.

Andern Theils ist die Verpachtung der proportionellen Taxen nicht sovielen Schwierigkeiten ausgesetzt. Hier werden die Pächter besonders ge-braucht, auf diejenigen Acht zu geben, welche die Taxen verschießen , und,wie getagt, eigentlich selbst die Taxeinnehmer des Volks sind.

Wenn es daher die Umstände ohne Schwierigkeiten erlauben, daß dieVerfertigung accisbarer Güter mit der Pacht verbunden werde, so ist diesesvon allen die beste Art, Taxen zu heben. Exempel hievon sind fast aller Or-ten sehr leicht zu finden. Die Pächter des Salzes und Tabacks in Frankreich■befinden sich in dieser Verfassung. Bey dem kleinen Verkauf dieser Waarenerholen sie sich des Preises. was ihnen die Zubereitung kostet, das ist, was

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