Buch 
Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschaften : oder kurtze Beschreibung des Reichs der Natur, der Himmel und himmlischen Körper, der Lufft, der Erden, samt denen bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Ertze, des Meeres und der darinn lebenden Geschöpffe : ingleichen aller menschlichen Handlungen, Staats-, Rechts-, Kriegs-, Policey-, Hausshaltungs- und Gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, samt der Erklärung der darinn vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten ... / in gehöriger Ordnung verfasset und mit Fleiss zusammen getragen von einem Mitglied der königl. preuss. Societät der Wissenschaften [=Johann Theodor Jablonski]
Entstehung
JPEG-Download
 

10 ch ck

Ackclc's^llleles,^ciuilc^iL,^/»,'o/,ck Jsizweyerley. Diezahme,oder iiorcenüs,wird unter die zaftrigcn wintcrgewächsegezehlet, ist einfach, gefüllt mit umgekehrten, mitroftn-for-migcn blnmcn, weiß, fleischsarb, b!au, oder bunt gesprengt, iDie wilde, odcrlylvellris ist auch mancherley, es wird aber!nurdie biane einfache zur artzney gebraucht. Der same dient!in hitzigen krancki,eilen, auch die inascrn und blättern «uszu- ^tmben. Die blnmcn haben eine hertzstärckcndc kraffr. Dcrsaffr aus dem kraut reiniget und keilet die wunden. Dessenabgekochtes wasscr dienet zu gurgel-wasscrn, und die mund-faule zu vertreiben. Sckröd. Elsh.

Äc!'er,^§cr, « 7 ,E>,^. Feld das ziimkvrn-bau tüchtig, undbestellet wcrdcn kau. Der acker nach seiner läge ist hoch oderniedrig. Jener liegt auf hohen, da kein wasscr zukommenkan; dieser in dcr ebene,oder in niedrigen flächen,da das wasscrentweder aus dem gründ bald aufsteigen, oder von dcr feiteneintreten, oder von den höhcn sich sammlen kan. Nach seinercigcnschafft ist er sandig, lcttig, steinig, modrig, fett oder ma-ger. Nach seiner beschaffenheit ist er fruchtbar oder unfrucht-bar, artig oder unartig, lcickt oder schwer zu bestellen. Nachfeiner beschickung ist er lade,dcr lange zeit »»gebaut geblieben;brache, der ein jähr ausruhet; in der ersten, andern oder drit-ten art, das ist vor soviel jähren gedünget, oder auch so viel-mahl gepflnget; znr sommer-vder winter-saat zugerichtet.Alle diese cigcnschafften und umstände muß ein verständigerhaußwirth wohl verstehen, und nach denselben seinen ackcr zubrauchen oder zu vcrbeffcrn wissen. Die zeichen eines gute»ackcrs sind, wenn er schwartz und fett, daneben aber leicht undmürb ist, wiewohl dieses nicht allezeit eintrifft. Wo der schlec-dorn, klee, brombecren und dergleichen gewachst, von selbst«nsschlagen, solches wird vor ein zeichen eines guten ackers an-genommen. Die feinde des ackers sind -) bäume und sträuche,wo sie zu dick stehen, und mit ihrem schatten oder wurtzclndie ftuchtbarkeit hindern. 2) Steine,wenn sie zu dick und hauf-fig darauf liegen, wiewohl die zähen und lcrtigen selber durchkleine steine gebessert werden, z) Wasser, wenn es von densthnee-odcr feld-ssuthm in den stucken stehen bleibt, oder ausdem gründe stauet, oder aus einem nahcgelcgencn fluß über-tritt. Die sträuche werden ausgerenket; die steine aufgelesen,und üdcr einen Haufen, in die reine, oder, welches besser, in diewcgegcwvrffen. Die wasscr werden entweder durch gezogenewasscr-furchen abgeleitet, oder durch aufgeworsscue graben abgcrapffr, oder durch aufgeführte dämme abgehalten. Die ge-wöhnliche verbeffung dcr äckcr geschiehet durch die düngungmir mist, welcher entweder aus dem hosaufdcn acker gcfnhret,oder durch lagcrung des viehcs, vvrncnüich dcr schase, welchesman den hürtenschlag nennet, darein gebracht wird. Gewisseacker können auch mir mirgel verbessert werden. Die bcstel-lung des ackers geschiehet, wenn er erstlich gepflügct, hernachbcsiict, denn «bgcernder, und das darauf gewonnene getreideeingeführet wird.

Ackec, »1^>dvNchrt, ssuAsruru, Ein stücke

stldcs von einem gewissen maaß, so aber nicht an allen ortengleich. Loomacrisch soll es;oo. kreutz- ruthen halten, land-nbüch werden bald niehr,bald weniger, und offt nur i2o.vvr ei-nen acker gerechnet. Es soll so viel seyn, als mit einem pflüg ineinem tag kan umgeackert werden, daher es auch ein tagwerckhciffet.

Acker-Bacillett, s.Baeiilen.

Acket"-2)cktl, Lemd-beui, Die

wiffenschafft den acker wol zu bestellen,und aus demselben allenmöglichem nutzem zu zichen.Dicft wiffenschafft ist bey den altenhoch geachtet wvroeri, da nnmnct, so in den höchsten ehrm-äm-

sck acs

fern gesessen, sich nicht geschämct selbst ackerllente abzngcbett-und ein Lincinnar. hinter seinem Pfluge weggeholet worden,an die spitze einer mächtigen armce gesrellct zu wcrdcn. Undweil sie der cinige,wahre und gewisse gründ des vermögend ei-nes landcs, wird von verständigen Männern unserer zeit nichtunbillig beklaget/daß sie heut zu tage so weit in Verachtung ge-rathen, und an die geringste» untauglichsten im lande verwie-sen wvrdcn.Von dieser Wissenschaft haben mit rühm geschrie-ben Döcklertz der Herr von Hobberg, 2 lbr. vonTllumshirn/ Fescher in Deutschland, ^

me, JEDE,,// in Framkreich,in Spanien Dlr»!. in Italien, ck>/üo-wckrtn polen, rc. Bey den alten,

a.BeydenLsinestm haben diealten Kö-nige grosse sorge für den land-bau getragen, und denselbennicht nur durch gesetzt, sondern auch durch büeher und Un-terweisungen gefördert, wie denn dcr fleiß selbiger völcker ist

1 diesem stückbis auf den heutigen tag gerühmet wird.

I /e,'r-, 7 ?^ch"reuh. Don den Persian. zeuget ein gleiches LLanast2 lcker-^olunder, s. Artich.

2lckcr-Aletztzc, s. Ricrre.

2lcker-Ritob!auch, s.Rnoblauch.

Ackermann, Ackerwury, s. Lalmus.

Ackermann, s. Dauer.

AckerMttNrz, Ackerncpt, Lalamint, wilder Poles,

(g-llLmineliL mniikllNL, oder VuiKLriz: Ein wil-

des heii-kraut, wächst auf den berge» und in steinigem land,hat eckigesrcngel, runde blätter, und blümlein die den roßma-rin-bluuicn gleichen, das kraut wird mit den blnmcn gesam-lct, und hat eine eröffnende, zertheilende und erwärmendekrafft. Man bereitet daraus ein wasser, ein sirltz, und einestsirop. Schröd.

Acker-Raute, s. Erdrauch.-

Ack cr-ch"w!eI)Ll, Feld-Zwiebel, llulbns sslrelkri;. Diewnrtzel in hcisscr «sehe gebraten, mit Honig aestosse», und aufein tuch gestrichkii, erweicht allerhand gcschwür, nnd heiltfressende schäden. 6^/».

tVcmchin. Ein Heil-kraut so aufder Jnsul Legion wächst,nndbey uns neulich erst bekannt worden. Seine biätter sind dennesseln nicht ungleich, seine tugend aber ist wundersam kräff-tig wider den stein, verschlossenen Harn, und dergleichen an-dere kranckheiten. Es wird wie der ckck.ee ,it hcjffem was-ftr übergössen,und getrnncken, oder mit brantwein cingeistdavon abgezogen und tropffen-weist eingenommen. kÄ/E.t^coliun. Einer der grössesten, schönsten und nutzbarstenbän-mc i» den Antillen, der ein vortrefflich ban-hvltz giebt. Masthat davon zimmcr gesehen von 60. fuß lang, und-8 zoll insgevierdke. Erwächst in sandigem bode», und hat lange glat-te blätter. Die rinde ist wie an unzern eichen. Sein hoch istgelb wie buchsbaum. Die frucht, >0 den vliven gleich,ist denholn-tauben eine Mgenchme Nahrung. Es ist noch eine ge-ringere und kleinere art, die weniger genutzt wird. Dapp,//,/?. ll.

^concins. Eine art schlangen in Calabricn und Sieilien. Siewird drey fuß lang und nicht mehr ais danmcns dick- Derkopffist groß und grau, dcr leib dunckel. Sie windet sich aufdie bäume, und scheußt davon aufdie vvrbeygehenden hernie-der wie ein pftü.

tz^couri, .^nuris. Einthier indenAmcricanischenJnstlst/am leib ww ein haaft, am kopsswie eine ratze, braun mit rau-hen haaren,runden kurzen vhre»,i!iid einem glatten schwao?.

<ks