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Cs hat sechs klauen an den hjndcr-füssci», und nur vier an denfördcr-füffcn. Das wciblei» wirsst dreymahl im jähr/ abermehr nicht denn ein paar. Sie halten sich in holen bäumen,und »ehren sich von wurtzeln. Ob gleich das fleisch sehr hart,stellen ihnen doch die cimvvhner nach, und richten Hunde ab,sie zu staubcrn. Wenn sie gejagt werden, verbergen sie sich indiehohlebäumc, daraus man sie durch rauch treiben muß.Sie lassen sich zähmen und abrichten wie die äffen. Dapp.
/rissen, Schrifften, darin« össcntlr'chegcrichts-
«iid andere wichtige Händel verzeichnet werden. Verschi-ckung dee-nssn/ imrechts-gang ist,wenn die partcyen zumSvruch gcschlojfcn, und nicht den richter, sondern eine auswart igc d-rcultäc das urtheil abfassen lassen wollen.
Gisste,.Eio,^L?,'s». Die cinlage oder forverung,so jemand ineiner bauet oder Handlung hat,als,in Holland,vdcrLiigcllandin der Ost - oder West-Jndischc» conipagnie, oder in der ua-ricuiül-banck, in d. g. Diese fordcrnnge» werden nach demhundert der cinlage gerechnet, wo nicht bey der stifftung eineondcrc summe bestimmet worden, wie zu geschehen pfleget.Wenn es nun um das capital, dazu die cinlage geschehen, wolstehet, als, wenn die Handlung nach Indien wohl einträgt,steigen die ^«ssicn, das ist, ein hundert der cinlage, oder wiesonst die -^Kie rezulirc ist, gilt mehr, und vfft zwey, dreymahl so viel: wenn aber der zustand sich ändert, fallen die^Ne», das ist, die cinlage gilt weniger. Wie denn solchsteigen und fallen der/.Kien seither einige» jähre» vvrnem-lich in Eugclland angcmerckt worden.
/tissuurius, s. Gerichtschrerber.
/ecuäiu. Ein vogel in den Americam'schen Inseln, etwas klei-ner denn ein spcrling, und wie eine schnccke gestaltet. Er hatzween tüpffel wie stcrnlein um die äugen, und zween andereunter den flügein, welche einen hellen schein von steh geben.Sie sind feucht, und was mit solcher feuchtigkeit bestrichenwird, giantzet eben auch also. Die einwolmer haben, ehe sieden gebrauch der lichter gelernet, ihnen damit geleuchtet.
^cullrenuLriru. Ein bewahrtes Heil-kraut in dcnAmerica-nischell Inseln.
poiNuin Teclarni,
Eine frucht in gestalt der Pomeranzen, aber mcrcklich grösser,und dunckicr an färben, und nicht so starck von geruch. Dierinde ist liicht gar dick, runhelig, und mit schrunde», weicheanzusehen gleich ob sie gebissen wären, daher ihm der nähmeerwachsen, weil man geglaubt, die verbotene frucht, davonadam im paradeiß gekostet, sey von dieser art gewesen. Dasfleisch ist wie in den citroiicn, und sehr sasstig, aber nicht wohlschmeckend. Der bäum gleicht mit den blättern einem li-monicn-baum, nur daß sie etwas grösser; die biüth ist wiecitroncn blnth. Ein solcher apffel mitten durch zerschnitten,mit schweftl bestreuet, und in Heister «scheu erwärmet, heiletden grind, wenn man sich damit reibet: mit Vopuleum-sal-bc belegt, stillet er dieschmertzender güldnen ader.
Elsholtz. /-Mg- ^ohbevg.
Nderms-ckpsse^ in der/.imronüe,dievörderecrhebungdes ersten knorpels, an dem obern theil der luftröhr, so derschildförmige (carttlaZo cl^roilles Lc lcucitormis) heiffet.Es ist derselbe mehr bey den Männern als beyden wcibernzu sehen.
ÄöMNS - Egvpttschs-feige, 8)-comorus, H-
Ein flaum so etwas von dem feigen - und auch et-was von dem maulbeer-baum has, Die frucht ist den wil-
ada ade n
den feigen gleich, nur etwas süsser, und hat keine kerne.Die abgehauenen zweige bleiben immer grün, es sey denndaß sie in waffcr gcwciehct werden.
/6-rrcu, ein saltziger schäum, so bey dürrer sommers zeitin sumpflgcn orrcn ansetzet, und daselbst gesammlet wird.Er ist so scharst daß er blasen aufziehen kan.
/väcluä, ein gewächs in Afrir«, dessen blätter überaus bitter,und die wurtzcl so giftig ist, daß ein wenig des davon ab-gezogenen wassers einen mensche»geschwind tödtct, wozu dieAfricancr es meisterlich zu gebrauchen wissen. Dapp.
sschssven, ^ällitio>^L-7r/o». 2» der rechen-knnst, heisseteine zahl finden, weiche verschiedenen zahle», die zusammengenommen werden, gleich ist. Als, 7. ist gleich z. und 4.oder 5. und r. oder i.und 6. zusammen genommen. In derAlgebraischen oder buchsraben reehnung wird Lie/.ällirioi,durch ein also ss stehendes ereun, welches durch mehr aus-gesprochen wird, bezeichnet, wolff.
2 iDcl, 2tdelstand, I>sobi1im^ Begreift in einem
allgemeinen verstand alle ehren uns würden, die nicht nurder geburt, sondern auch dem amt folgen. Ins besondereist es ein chrenstand, welcher um vorhergehender lugendenund Verdienste willen von der höchsten Obrigkeit verliehe«wird, und auf die nachkommen erbet. Ansehnliche ämterund bedicnungen, adeln nur die person, die sie verwaltet,die nachkomme» werden ehrliche leure, oder gutentapfern Herkommens gencimet. Der eigentliche Adel wirsentweder erlanget, oder ererbet. Den Adel verleihet derKayser in dem ggiitzen reich, und ein jeder König oder Fürstj« seiner Herrschaft. Der angebvhrne Adel erbt von demvater, ob gleich die Mutter nicht edel ist, hingegen kan einegebvhrne von Aoel weder de» mann »och die kindcr adeln.Doch wer vor einen tüchtigen Edelmann geachtet werden,und ohne vorwurfbleiben will, muß vicrfchiidigsey», undseine vier väter-nnd mütterliche adelichen Ahnen beweisenkönnen. Sonst kan er in der ritter-banck oder ehren-tafelnicht stillen, der ritterrcchten sich in nichts aumaffen, darfim thurilier nicht reiten rc. 2 » Deutschland, wer stisst-mäßig seyn, und zu denen hoch-und andern adelichen stifftcmzugelassen werden will , muß wenigstens seine acht Ahnenerweisen können. Ein gleiches wird auch von denen erfor-dert , so i» den Teutschen Marianischcn, und in den S.Jvhannis Malteser vrdcn einzutreten begehren. Es kanaber ein Römischer Käyser einen ncugcadeltm samt seinenerben und erbcns-erben aus Kayftrlicher macht zu einemrecht edelgebohrnen wappens-lehns und turniers-genossenerheben, als ob er von seinen vier Ahnen rittermäßig gcbok-re» wäre. In Polen werden die geadelte des völlige» rit-terrcchts nicht eher als in dem dritten gliedc fähig. Deradel ist sv alt, als das menschliche geschlccht, denn Adamin seinem Hause der Fürst, ja ein König der weit, und als»mit der höchsten würde bekleidet gewesen, unter seinen söh-nen und nachkommen aber habcnallezcit einige mir gewissemvorzug den andern fürgestanven. Nachgehcnds ist bey alle«völckern dieses also beobachtet worden, daß diejenigen so anklugheit, oder leides stärcke, oder tugend, oder vvrtrefliche»Verdiensten, oder endlich an reiehthum »nd ansehen ander»es zuvorgethan, auch höher geachtet und über die anderngesellet worden, solche Hochachtung auch mehrenthcils aufdie nachkommen geerdet. Endlich da mit der zeit grossereiche und regierungcn anstemmen, und mit gesellen bcve-stiget worden, hat auch dieser ftandes-umcrftheid seine ge-wisse maß und vrdnuitg wicwol nachdem unterscheid der völ-ckcr und ihrer sitten unterschiedlich cinpftngcn, wie davonV 2 die