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Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschaften : oder kurtze Beschreibung des Reichs der Natur, der Himmel und himmlischen Körper, der Lufft, der Erden, samt denen bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Ertze, des Meeres und der darinn lebenden Geschöpffe : ingleichen aller menschlichen Handlungen, Staats-, Rechts-, Kriegs-, Policey-, Hausshaltungs- und Gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, samt der Erklärung der darinn vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten ... / in gehöriger Ordnung verfasset und mit Fleiss zusammen getragen von einem Mitglied der königl. preuss. Societät der Wissenschaften [=Johann Theodor Jablonski]
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bereitung daran schuld. Denn wenn er gesotten seyn soll/muß er nicht wie andere fische in siedendes wasser geworffenwerden, sondern mit kaltem wasser aufsieden/ und wenn manihn gebraten haben wich muß er zwo stunden vorher mit saltzwol eingesprengt werden. Hohb. Elsh.s. Johannis-beer.

Alaun, Blumen, -». Dieses nahmens werden in den apo-thckc» fünfferley gattungcn gefunden. Blumen kupeum,gemeiner alaun, dieser wird allezeit gemeiner, wenn alaunschlechthin ohne beysatz gcnennet wird. Blumen ?Iumo-fum. wird vor eine art federweiß gehalten/ und mit,dem-ViEncbo unrecht conkunäirt. Blumen lcichle.ist schal-licht. Blumen d'ücallrrlnum, zucker - alaun, wird ausalaun, eyerwciß und rosen-wasser bereitet. Blumen Larl-num, oder weid-asche. Der alaun, Blumen ruxeum, istein erden saltz,aus länglichen achteckigen theilgen,durch einenscharffen fasst zusassien gefügt, so entweder natürlich in ädernzwischen der erden, zuweilen flüßig, wie eine milch, zuweilenauch hart,sonderlich in silbergruben gesund?,oder durch kunst,aus erden, steinen und schiefern gezogen wird. Die steinewerden in einem oft» gebrannt, über einen Haussen geschüt-tet, eine» monat lang täglich viermal mit wasser begossen,und endlich gesotten. Der Schiefster wird in grosse Haussenoben etwas platt geschüttet, ein jahrlang an der lufst gelassen,und alle 14. tage starck mit wasser begossen, fvlgends geiaugct,die lauge in bleyernen kesseln gesotten, das alaun-mehl dar-aus gewonnen, nochmahls gesotten, und solche sode in ein faßgelassen, da endlich der alaun anschießet. Der einmal aus-gelaugte schiefer wird nochmahls in einen Haussen ge-schüttet, aber nicht mehr begossen, da er dann in jahres fristso vielfaches aus der lufft fangt, daß er wieder kan gelangetwerden. Der alaun kommt mehrcnthcils aus Italien undEngelland, wird aber auch in Teutschland hin und wieder be-reitet. Des alauns gebrauch ist vvrnemlich bey färbereyen,ingleichen in der schmech-kunst, und endlich in der artzney,da er mehr äusserlich als innerlich gebraucht wird. Diewund-artzte gebrauchen absonderlich den gebrannten alaun,das faule fleisch in offenen schäden wegzunehmen. Ech.Rößl. Hohb.

Als)cttnslls)evwein, Vinum ^Ibanurn, p,» 5 .

Ein Italiänischer wein, so bey s^lbs in dem Päbstlichen ge-biet wächst. Er ist weiß und roth, der weifst wird in Romam meisten getruncken. Dieser wein bekommt vor allen an-dern den ausländern am besten, weil er eine mäßige Hitze hat,und nicht starck ist. Elsh.

AlbattOtt, s. weißmachung.

Alber-baum,s.Aspc.

Aibergamem, s. cveffnung.

Asslöktltket', Albertus-Thaler, Onciolix LclZlcux,

-i' Eine Müutz, so von ihrem uhrhcber Albert

Ertzhertzogen von Oesterreich, und Herren der SpanischenNiederlande den nahmen führt, sonst von dem darauf ge-prägten Burgundischen creutz, auch Burgundischer thalerheißt.Sie ist gegen dem Rcichs-fuß etwas geringer,indem diegerechten reichsthaler 14. loth 4-sr. die Albertus-thaler abernur iz. loth 8. gr. fei» die marck halten; es ist aber um derbequemligkeit der Handlung willen derselbe müntz-fuß vonandern benachbarten standen mehr angenommen worden.

Ai!>^kckl 1 k, Hirsch-klee, Wasser-dosis bmpsrorluin, O,-Ein wildes Heil-kraut, wächst an sumvfigen orten,blühet im Hen-und August-monat, hat einen langen purpur-farben rauhen stengel, blätter fast dem hanff gleich, kleine

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weiß und purpur.farbene blümlein, und einezäserige wttrtzel.Ist ei» lebcr-und wund-kraut, öffnet die verstopffungen,treibtden Harn, vertreibt den husten/gelb-und Wassersucht,und wür-me, dienet äusserlich bey wunden, sonderlich wider das gisst,und in bädern. In den apothccken hat man davon das Was-ser aus blättern und blumen, und küchlein, welche in vcrstovs,sungen der leber und miltz, anhaltenden sieber, u. s. w. dienen,Schröd.

Alb-raute, s. Stab-wury.

Abstb^^t, Donner-stern, Schoß-stein, lkelenwires, 60-racinus, wen» er schwartz, T^ncurius, und l.sxis T^ucir,wenn er duiickkl-gelb, OoLlstlus läeus, wegen seiner gestalt,also genennet, Ein stein, so nicht vom luchs

kommt, wie einige meinen, noch mit dem dvnner aus denwolcken scheust, wie das einfältige vvlck glaubt, sonder» ausder erde kommt. Er ist von unterschiedlichen färben,schwartz,weiß, goldgelb, afchenfarb, dicht und auch durchscheinend.Inwendig ist er zuweilen hol und mit fand angefüllet. An ge-stalt ist er lang und rund, und gehet etwas spitzig zu, einemkleinen finger gleich. Er hat einen starcken üblen geruch,wiegebranntes Horn,dienet in stein-schmertzen und seiten-stechen,von 1.bis z. erbsengroß eingenommen. Locn. ^elw.l-Ä/e»/.-Solch.

Filius, Weiß-pfennig. Eine im ober-rheinischen creyssebekannte müntze, deren zu Franckfurt am Mayn 45. auf einenreichsthaler gehen: hält zwey creutzer im werth; und zweyAlbus machen einen batzen. Marp.

^Ic2nrtn,l4rimo. Ein kraut in Arabien und umliegenden,ländern sehr gemein. Es wird zu puiver gerieben, und beyHochzeiten oder andern freudcn-fcsten aufgesetzet. Der ge-brauch ist dieser, daß man mit wasser es zu einem teig macht,die Hände oder einen andern theil des Icibcs damit bestreicht,und trocken werden läßt, alsdenn aber abreibt, so findet sichder bestrichene theil, nachdem der teig starck gewesen, voine-rantzen-farb, oder roth, oder schwartz, welches letzte in Pcr-sien das gebräuchlichste. Die wcibcr thun solches gemeini-glich, wenn sie sich zu bette legen wollen, damitdie färb destolänger und besser würcke. Dapp.

Ein ritter-vrdcn in Spanien, so seinen ansang ge-nommen, als König zu l.eon, den Mohren die

stadt^lcMrors am abgenommen, und sie den rittern

8. ssullani übergeben, mit dem beding, daß sie mit denen vonLsl-urrvs zusammen stoßen sollten, welches geschehen 1213.Sie haben sich aber nachgehend wieder abgesondert, den nah-men ^lcsuroro angenommen, und ihre eigene großmeistergehabt,bis kerülnsnä und lisbeilL von dem Pabst Inuocen-rio VIII. die ^clmiiückEcon dieses groß-meisterthums er-halten, welche nachmahls ihr enckel Osrl l mit bcwilligungdes Pabst k^ull III. beständig an d>c croue gebracht. Dierit-^ ter waren anfangs geistlich, und an die ordens-gelübre ver-bunden, nunmehro ab er nach der reget 8. SenecliÄl.fchicen. Ein gewachs von verschiedenen gattungen. ^Ice»vuIZaris, Sigmars-kraut, wächst wild, wird aber wegenseiner schönen blume wohl in die lust-gärtcn versetzt- ^lcca-LZypcmca, lNosch-^llcea, s. 2lbelmosch. ^lces vell-crrrs, 2lleea mit blasen-blumen, wird unter die zäserigesommer-gcwächse, gleich wie clgnnrlünL, Alcea mithanss-blattecm, unter diewintergewächse in den garten gc-zehlet. Elsh.-?^»r.

Wird osst in einer wei-ter» bedcutung vor die (.'Kxini-m oderftbeide-kunst genom-men, in einem genauern verstand aber heißet es die kunst diemetallen zu verwandeln, und zu ihrer reiß« zubringen, den