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l.apiäem pKilosopl,orun> oder steil! der weisen zu bereite»/mit einen: weit gold zu Milchen .Ob die kunst wahrhafftig er-funden sey/und in der that ausgeübt worden,daran lassen unsso viel »»verwerfliche alte un neue Zeugnisse nicht mehr zwcif-ft!n/wo aber die wahren künstle: zu finden/ ist schwer zu sagen.Den so viel sich derer als solche angegeben, sind im end als be-trüge: erfunden worden. Gold mache«/ wer es weiß, sagetsnicht, wer es nicht weiß, wvlt es gern sagen, und kans nicht.Die-Vcstümia hat M» A, das erste bedeut arbeit, das anderearmttth. Oocr nach den: Italiänischen svrüchwsrt, arbeit,rauch, Hunger,stanck/frost und zuletzt der galgen sind der ge-winn eines thörichten goidmachcrs. Nichts dcstoweniger istdie kunst einr der ältesten, und in den Morgen-ländern sehrlang getrieben worden, an die Griechen und Römer etwassväter, und endlich auch au die übrigen Europäer gekommen.Wie denn die liebtzaber derselben kein bedencken tragen, alleswas in gött-nnd weltlichen schafften geheimes und hohes an-zu treffen ist, dabin zu, ziehen, und ausser der geschieht Mosis,das hohe lied ja selbst den verbotenen bäum im paradeis,samtdergannen heydnischeil^lyciiologlo, und cKiprischen kkie-rogl^pkicis, darauf zu deuten. So viel ist gewiß, daß in;Arabien und Lgvptcn sie bis aufdieftn tag im schwang gehet,auch bey denBramincn in Indien,und selbst bey den Tschinc-sern hoch gehalten wird. Was die kunst oder doch die künst-let verdächtig macht, ist daß sie ihre ding unter so seltsamennamen und zeichen verbergen, und eine spräche führen, dieniemand, ausser der des handwcrcks ist, verstehen kan; nochmehr aber, daß man noch keinen gesehen oder weiß,der bey sei-ner kunst wohl gefahren. Unter die bekannten goldmacherwerden gezehlet Illeophraitus, ksracelk»?, ULimunclusJulius, 'Illiurvcikerus, Kerub, Drcvllänus, e^nr. kra^alli-nus, Kolli. Vaieneinu;, wiewohl dieser nähme vor erdichtetgehalten wird, Helmoiw. Die bey uns davor gehalten wer-den, sind unterschiedlich. Etliche begnügen sich damit, daßsie das gold, welches ihrem vorgeben nach mit allen,oder dochden meisten metallen vermischt ist, mit Vortheil daraus schei-den. Andere bemühe» sich, gold und siiber durch gewissenzusatz, ohn abbruch der güte zu vermehren. Das höchste aberder kunst ist, andere geringe Metalle in gold zu verwandeln.Mit allen aber, wenn es aufs höchste kommt, mag es hcissen,die kunst ist gut, aber die künstler, ober die sich davor rühmen,taugen nichts, weil von der unzehlbarcn menge derer so sichihnen vertrauet, keiner reich, aber viele arm worden, und umihre gantze wohlfahrt kommen. Daher einem jede» nicht nurdavon abzurathen, sondern auch nach dem exempcl einigerauswärtiger Reiche die kunst billig zu verbieten wäre, undgeistreiche gelehrten nicht unrecht haben, wenn sie dieselbe vorsündiich achten, und unter die mißdräuche der crcaturcn se-tzen. *s,ohb. ök/v/Äl Vtcuh,
AleAkMÄe, Ginnau, Löwenfuß, Gulden-gänserich:-VlclilmiUr, ftes lconis, kronL-c teoni?:Okk Ein
Heilkraut, hat runde breite gleich einem stern gespaltene blät-ter,die aus einer zascrigen wurtzel, an dünnen und rauhenfiengeln wachse«, und woransder thau auch bey svnncn-scheinsitzen bleibt,zu vbcrst schlagen kleine grün-gelbe blümlein aus.Es wächst auswiesen und anen, wird aber auch in den artzney-gärtcn aus dem saameu, und durch schlinge gezogen. Es isteines der vortrefflichsten wnnd-kräuter inner-nnd-äusserlichzu gebrauchen. Schnöd.
^Icove, s. Alkovc.
^Icvonium. Ein Meerschaum, oder wie andere wollen, ge-wächs so aufdenr meeres-bvdcn wächst, und davon fünffcrieygattungen gezählet werden. Die erste ist grün, übelriechend.
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und schwer; die zweyte löcherig und leicht : die dritte roch-lieh und wie würnuein; die vierdte ohne geruch, und wie einerdschwamm, dirfünjste sehr leicht, und wie kctrewclleanzmsehen. Die erste und zweyte vertreibt die flechten: dicdrit-te und fünffte dientwioer die mily-nn) Wassersucht, auch wi-der das lenoenweh: die vierdte, das haar wegzlchcitzen, uns.die zähm zu reiu'.gen. c/-».
/^.Icieburan. Ei» röthlicher stern erstergrössc,in dem stier, wirdauch ocuiu« lauri, oder das vchsen-auggcnennct. k
ÄsdckMUNN. Also heißen in Engcllanb die rath-mamiein den stadtcn, aus derer imttel jährlich der major oder lmr-gernreister erwählet wird.
Alfranck en s. rrachtschatten.
tVlMroc. In der sckerde-kmlstein brcch-Mlver, so aus deml>ut)-ro ^nrimonü bereitet wird und eigentlich andersnichts istals der König desspics-glases, so in ,charffen was-sern aufgelöset, und hernach in lanlichem waffcr ausgesüssetworden. Diesespnlvcrwird auch Ivloicurius vir^ genannt,und hat die kraft, von oben und unten starck.abzuführcn.Das waffcr worum die «wssüssung geschehen , wenn manzwey drittel davon abrauchei: laßt, gibt ein sehr scharfes naß,
' so man denssürirum Vitriol! ?IiiI»kop>tiicum nennet-
Stell-kunst, ^lZcbin, Einebcsvn-
dere rechen-kunst, durch welche alle und jede aufgaben inder Vlac-Iw-manc, wenn sie ausiöslich sind, aufgelöset werde»mögen: Oder, eine wiffenschafft die aufgaben in der .Vl-r-rlreniLtic durch gleichungen aufzulösen. Sie wird in diegemeine, lblumr.-ril.gn>, und neue, tsseciotsm unterschie-de«. Die gemeine, sonst auch kr.-Aul» Oikgenannt, wirddurch zahlen verrichtet, und dienet allein aufgaben, die indie rechen - kunst gehören, ohne beweis auszulösen. Dieseist auch den alten bekannt gewesen. Die neue braucht anstatt der zahlen buchstaben, dasjenige zu bezeichnen, was sieerforschen will. Sie hat dieses vor der andern, daß sie nichtso eingeschrcnckt und nur an eine gattung der aufgaben ge-bunden ist, sie dienet auch nicht blos unbekannte ausgabenaufzulösen, sondern auch zu beweisen, ja selbst allerhandIllcoremrri, oder bctrachtungcn zu erfinde». Die buch-staben derer man sich bedienet, bedeuten entweder zahlenoder längen, nachdem die aufgäbe aus der rechen-oder mef-kunst genommen ist, undwenn der buchstaben zwey dreyundmehr zusammen gesetzct werden, bedeuten sie flächen, cörperund höhere koronciLs oder vermögen. Z. e. der buchstab ukan eine zahl oder länge gleich bedeuten: u s bedeutet eingleichseitiges Viereck sb ein Viereck von ungleichen feiten,da einer die lange der andere die breite bezeichnet: ->»aeinengleichseitigen würfet oder cuöum, aab einen cörper des-sen länge und breite gleich die hohe ungleich, s!, o einencörper, dessen alle drey ermessungcn untereinander ungleichsind. Und also steigen die l'orenn«: oder vermögen ledcsmal um so viel stuft», als entweder derselbe buchstab oderei» anderer hinzugesetzet wird. Der erste erfindet der alge-ber, soll ein Araber gewesen seyn, und diese mcynungwir-durch den namen der kunst bestätiget, viopkarinir bey dcirgriechen ist darin vortrefflich gewesen, daher er von einigenals ein erfinder derselben angegeben wird. Nachdem sie «en-ge zeit in vergessen gestellet gewesen hat sie Kiew wieder hcr-vorgcsucht-, nach welchem L-veoilun gekommen , der eineneue weise derselben erfunden, die jener weit vorzuziehen,wiewohl die Engelländer ihm solchen rühm streiten, und ei-nen: ihrer lands-lcute, kk-urlot beylegen. Wie hoch sie heutzu tag gebracht sey, zeugen die unvergleichliche proben derberühmtesten meisrer in derselben, v/rllii!!, iVeuconsecs
Herrn