Z 4 a m f amn
^m6nn s.Gpium.
Amnreisker. Zu Straßburg derjenige/ so die höchste ge-willt bey de»! stadt - regiment führt. Deren find sechs / soaber an dem amt jährlich abwechseln. Sie werden durchordentliche wühl zu solcher würde erhoben, und dürsten nicht ivom adel, sondern allein bürgerlichen geschlechts und einerzunfft genossen seyn.
Ammei mchl , s Rvafft-mehl.
ÄlkkNte's. /tinini, ch.wiui»ldlimim, Lununum /kirdio-
xiouli,: Ein kleiner rundlicher same, an gestalt
dein kämme!,und am gernch dem rlfymisn gleich. Er kommtaus Lgypteii/ und wächst aufeincm kraut, das ziemlich ho-he stcngcl, schmale biättcr wie der till, und weisse blünileinträgt. Dasselbe wird auch in unsern garten gezogen, undaus dem gewonnenen samcn jährlich fortgebracht- Er wirdunter die vier erwärmende kleine famen gczahlct, hat einezertheilende, öffnende und wärmende krafft, dämpfft dieblchungen , treibt den Harn und stein, dienet wieder dasbauch-grimmcn, harnwinde, und heilet den biß gisttigerthiere. Er soll eine besondere tugend haben der Unfrucht-barkeit der weiber abzuhclsscn , wenn davon ein qucntleiugepulvert in wein oder fleischbrühe, um den andern tag,drey stunden vor der Mahlzeit, vier oder füllst mahl, undnicht mehr eingenommen wird. Schood.Hohb.
OuMmi ch.mmvni.icuM , t-urrs chm-monisca, ^E/orrE. Ein gumnri so aus einem auslän-dischen bäum gleiches namens, oder wie andere wollen chZa-tillis, oder auch b'erulLccLgenannt,stiessct. Andere ma-chen dieses gewachszu einem kraut, so inLybien wächst, undvon dem tcmpel des Jupiter Ammons den namen bekom-men. Wenn es gut ist, muß es rein und mit keinem unrathvermischt, auswendig gelb, inwendig wciß,bartzig undge-körnt wie Weihrauch, bitter amgeschmack sey«, nachbiber-gcil riechen, und unter den fingern weich werden. Dieseshaben die alten DrausmL, das unrci»e ptz/rama genannt.Heut zu rag, wird dessen dreycrlcy gaktnng gefunden,kinum,das gar ferne, l'n Arsriis das gekörnte, und in paue, dasrn suchen, so mit ftnd und hol« vcrlncngct. Es erwärmt,erweicht, zertheilt, und verdünnet, soll auch splitter ausder haut ziehen. Es dienet innerlich wieder die miltz-kranck-heit, Zieht, schwindsncht, sicinschmcrycn, mutter-beschwe-rung, äuserlich zertheilt es gcschwulst, krvpffe w. In denapothekcn hat man davon pillcn, welche abführen, und wi-der flüsse, langwürige schwachheit, verstopffung der michund viertäge fieber gut find. Glaser lehret einen Hittrumund ein öl daraus ziehen, denen er wundersame krafft zu-schreibt. Schnöd.
ÄNtiftUNÄtHN/Lnlnmegrus k>el!icus,M,«/„'o»
>?. Alles waszumgebrauchdesgrossenundklcinen gcschü-tzes nöthig ist, als puiver, lunten, kugeln rc. Zuweilenwird unter diesem Wort die gliche chreollerie mit ihrer Zu-behör begriffen.
ÄMNestte^ninelklL, Eine ewige Vergessen-
heit aller empfangenen schaden und bclcidigungen, zu wel-cher sich zwey theile, so gegen einander in krieg und feind-sckafft geicbet, und nun wieder freunde werden, verbinden,also, daß alles dasjenige, so wärendcn krieges, wie und woes auch sey, von einem theil dem andern zu leid geschehen,als nickt geschehen geachtet werden, und keiner deshalb andem ander» sich zu erholen, weniger zu rächen befugt seynsolle. Die Amnestie ist gewöhnlich der eingaNg und ersteartickel aller fricdcns-handlungen. Sie hat ihren Ursprungvon einem gesetz, welches der Athemeiisep rtwahbrIus,
ams amp
nachdem er die tyranncn aus seinem Vaterland vertrieben/eingeführt und dadurch die stadt wieder in rubc gcsetzet. Derbekannte ssuriik, D-,,-. hat hievon ein besonder buch
geschrieben. Lo»,. L
ÄMSck, ein bey den Indianern gebräuchliches wort, durchdessen ausrüsten sie zu verstehen geben, daß sie alles was ih-nen begegnen würde, niedermachen wollen. Dieses geschie-het meisientheüs , wenn einer durch unmäßigen gebrauchdes Oz>i1 die sinne verlohre», und gleichsam rasend worden.Solche Amock-ruffer werden zwar, wo fie nicht in dcr rasereyumkommen, von der obrigkeit hart gestrafft, doch bleibt dieUkstnnigkeit nicht nach. Walt-schnitze „1 seiner reise-be-schrcibung mercketan, daß er zu kiaravis in 5. Monathenz. solche Amockruffcr gesehen, wie ihnen die brüste mit glü-henden zangen abgerissen, und sie hernach lebendig gerädertworden.
^lnomum, Runde doch etwas eckige, Purpur-
farbe körnex in der grosse des Pfeffers, eines schalsten undstarckgcwürtztenacschmacks. Sie wachsenaufcincm bäum,dessen hoch röthlieh und wohlriechend ist. Derselbe tragtrunde asch-sarbe oder weißlich gelbe beeren, in der grosse derWeinbeeren, die an einem lange» stiel dicht in einander ge-drungen fast wie eine tranbe hängen. In solchen beeren lie-gen die kvrner dicht aneinander, doch mit einem dünnenhäutlein unterschieden, welches durch gelindes reiben in denHänden davon gebracht wird. Diese köruer werden in derartzney gebraucht, und unter die stücke genommen, worausder theriack bereitet wird. Die besten sind glatt, frisch vonfärben, «nd schwer, die schwarten und rmcheligcn taugennicht. Die beste» kommen aus Mesopotamien. Sie ha-ben eine wärmende und öffnende kraffr, daher sie wieder denstein und verstopffungen diene». Doch werden sie feiten ge-braucht, und an statt desder alten (denn was diesesgewesen, ist noch streitig) von den heurigen calmus genom-men. /Är et. Schoöd. ^elw» b-r/erw.
Ampfer, Sauerampffer, ch erröt-, 0/,,7/e. Ei» gewächsvon verschiedenen gattungen. chcerok- m-jvr, oder xrs-renl>8, wächst a» einem stengel einer ele« hoch, hat Rätter,dielang,oben spitzig, gegen den stiel breit, mit zweyen zacken,wie das eisen eines sviesses,glatt,dunckcl-grün, und eines sau-ren geschmacks. Sie kommt in feideru und wiesen, blühetim May, grünt den gantze» sommer, und setzt den saamen anim Heu-nnd August-monat. Die blume ist braun-roth, dersaame dreyeckig, die wurtzcl holtzig, gelb und sehr bitter,wennsie abgekocht wird, färbt sie das wasser roth. Dieser, wie alledie übrigen arten des ampffers, ist ein vortreffliches lcber-kraut, kühlt, und mäßiget die schärffe der galle, wenn entwe-der der fasst irisch ausgepreßt, oder das mit der trockenenwurkel abgekochte wasser genommen wird: ist gut den »la-gen sind die leber zu stärcken, die verstopffungen in ieber, michund demgekrösezu eröffnen, dienet insonderheit i» hitzigenvestilenkischen fiebern, wenn die wurtzel mit scorzvner-wur-- fiel,und gebranntem Hirschhorn zu einem tranck abgekocht
. wird, welcher mit etwas zuckcr, und himbeer- oder berberis-
safft versehet, lieblicher wird. Das kraut in wein gesotten,
, wie ein psiasrer anfgelegt, vertreibt die stechten und kröpffe.
. Dicblätter;erqvetscht,in hitzigen fiebern dem krancken auf, den puls gebunden, mäßigen die Hitze. In den apothcckcn
> bereitet man davon ein wasser, einen svrup und einen zucker,
I auch eine klilen risin lkkep-üc-m. Spanischer oder Rö-: mischen ampssev, chcecoka tcur-m icu roruuclitöli- llor-
> reulis, und üichamcs mrxim-, wird im garten gezogen, ist, «in bekanntes kücheip krank, das entweder allein in einem
mus,