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stbinertz aufhören und nicht wiederkommen. I» den apo-rhecken hat man davon ein wasser aus dem gantzen kraut, undeure Latwerge aus den biumen bereitet. Schröd.
Amvc'gel/f.Ente.
Airwack-S, s. Anlage.
ÄNN1ttc!?§MtA, Aussetzung/ Lrepicko,
In der bau-kunst, die weirc.in» weiche ein stück einer ordnungweiter heraus stehet/ ais das mittctstc stück/so zu nächst folget-Goldm.
^sildVellk, lprocurrkor, /^--o^r^eLr-. Eine Person die be-stellet und mit genügsamer vollmacht versehen ist/ eines an-dern geschaffte in oder ausser gerichtet! zu verwalten und aus-zurichten. Aisv kau er nicht weiter gehen/ als die ihm er-theilte gemalt langet, was er ausser oder über derselben thut/kan so wenig als seine nachlaßigkeit in dem so ihm anbefoh-len / seinem macht - geber nicht nacktheilig seyn / und so eraus versehen demselben schaden zugefügt/ ist er zur erstattunggehalten. D/ekLn-»-. o«r». voie die vollmacht ei-nes gerichtlichen anwaits gestellet seyn soll. s. Spat.
ÄttwckvrjtAckAt/Anwartung/ Eppectany: Lxpc-Kstivs, Gnadcn-verschreibnng, die von ei-
nem Fürsten ertheilet wird/ auf cin ichen oder amt und be-dienung/lind dem der damit versehen ist das recht ertheilet/anfden erLffnmigs-faU darin zu folgen. Von anwartschafftenanflehen,die man gnaden-lehen oder geding nennet, s.
Die anwartuligen auf ämter und dienstesind nicht so gemein bey uns wie i» Franckreich.
Airw^lslMA , 2lßignationt Oelegorio,
Verweisnug der Zahlung, die man zu thunschuldig ist, an einen andern. Hieven, besonders von denenso unter viiEis geschehen,hat ausführlich geschrieben^i-cis kffoininibus LcsVüiolubus cotlis.
ÄNWUrff/ s. 2lnlage.
Anzr'ckel-weiir, s. wein.
ÄHhUl, kekalcim: Eine bey uns bekann-
te frucht, von mancherley gattung und unterscheid. Über-haupt ist sie wild oder heimlich. Die wilde frucht wirddolyapffel genannt, ist klein und herb, hat eine zusammen-ziehende krafft, dienet zur Nahrung vor das vieh, auch wohlvor die menschen, wen» sie entweder gedörrct, oder wo sie inmenge zu haben, ein wein daraus gcpresset wird. Sie machtharten leib, und das wasser davon dient wider den durchlauffund rothe rühr. Die garten - apffel unterscheiden sich nachder grosse, färbe, gestalt, geschmack, und andern cigeuschafftcnfast unendlich, und ist kein land das nicht derselben besonderearten hervorbringe, welche durch das pfropffen und pcikcntäglich noch vermehret werden können. Etliche werden früh,andere sMt;errrg. Etliche sind dauerhaffr, andere nicht.An gestalt sind sie rund, Platt, länglich, glatt, rauh u. s. iv.an färben grün, weiß, gelb, roth, oder gemischt; an ge-schmack st-ß, sauer, säuerlich, rauh,lieblich,ungeschmack. Diesüssen geben gute nchrung, und öffnen den leib: die saurenkühlen, und zertheilen den zähen schleim im wagen, dienen infiebern mit Kutter gekocht: die säuerlichen oder Wein säu-ren,bekommen dem hertzen und wagen wohl: die rauhenoder herben kälten und ziehen zusammen: die lieblichenam geschmack und geruch zugleich sind die gesundesten, nahr-haftesten, und auch in der arhney gebräuchlichsten: d ie unge-schmacken sind wässerig und ungesund. Ein apffel hat ge-meiniglich fnnffzehen starcke zasmi, davon zchen hin und her
apf
durch das fleisch sich erstrecken, und endlich oben in dcrblüthezusammen kommen: die übrigen fünsse gehen gerade von demstiel zwischen dem gehaust durch nach der biüthe, an welchersie mir den vorigen sich vereinigen. Die äpffel müssen, wennsie recht zeitig sind, bey Hellem trocknen werter abgelesen, undwenn sie lange liegen sollen, nicht geschüttelt, sondern mit ei-nem sogenannten lestr oder obst-brechcr abgenommen, auchnicht mit der blossen Hand angegriffen werden, und wenn sol-ches im letzten viertel des Mondscheins geschiehet, danrcnsie so viel besser- Die abgebrochenen äpffel werden in einerlufftigen kammcr auf trockne bester hingelegt, oder in ein faßgethan, da sie von 10 . zu iO. tagen drey oder riermah! ausge-schüttelt, rein abgewischt und wieder eingclegr werden,bis sienicht mehr schwitzen. Was angekommen oder fleckig wor-den, wird weggethan, das übrige kan alsdenn in dem faß ver-schlagen und an einem trocknen, nicht zu kalten ort verwahretwerden, so wird nicht bald eine fäulniß dazu kommen. Wennjm winter ein apffel von dem frost gerührt worden, lege manihninkaltwasser,sowirddersrvfiherausgczogen. Bondenmancherley arten der äpffel, so hie zu lande bekannt und inge-mcin gebauet werden, geben die so vom Garten-bau geschrie-ben, lange register. Elshoky hat seinem gartcn-buch auchein Frantzösischcs einverleibt. Beyde sind dem,sozusammen getragen, und bis So. aufsteigt, ziemlich überle-gen : wiewohl sie Dümlern nicht gleich kommen, der in sei-nem Garten-buch über igo. gattungen zählet. Ihr gebrauchist nicht minder mancherley. In der Haushaltung dienen siefrisch und gedörrct,roh und gekocht,allein und an andern spei-sen. Der ausgepreßte und dickgesottene apffel-safft dienetals eine würtze an die speisen. I» Engelland und der gegen-über gelegenen Französischen landschaffr, die Normandie ge-nannt, wird ein wein daraus gepresset, von dessen Zuberei-tung, gebrauch und lugend der Englische cdelmannein eigenes buch vincrum krirsiuttcum vr o rri/sriffL offeillcr betitelt, geschrieben. Der daraus gemachte cßig undabgezogene brantwein, geben denen so von dem eigentlichenwein kommen wenig nach. In der Americ,mischen land-stsiafft LvLromslL wachst ein apffel der inwendig eine wohl-schmeckende nuß trägt. Dapp. In der artzncy haben dieäpffel auch ihren nutzen. Ein süsser apffel unier Heister astbegebraten, in einem tüchlein über die äugen gelegt / stillet diesthmcrtzen derselben, wic denn auch blos faule apffel in cnr-zündungcn, Verletzungen vom flössen oder fallen, und andernschädcn derangen, als ein ninstl-iag gebraucht, heilsam sind.Ein süsser apffel in wegrich-wasser zerkocht, und mit milchaufgelegt, heilet den brandt von angezündetem pnlvcr. Inden apothccken wird davon bereitet eiii sirnp, welcher in fie-bern wider den durst, ingleichen zu hertz-kranckheittn undohnmachten taugt: einsafft besonders aus bvrsdorffer-apf-feln,womit hernach eine Lllöntts ^l-irris zz>cttrlv-.-! bereitetwird, die ein herrliches Mittel in dermiltz-kranckheit ist: einewohlriechende salbe, pommade genannt,' und aus dieser fer-ner eine rothe pommade vor die lcfftzcn: ein cptract aus denwurseln eines sauren apffel-baums, so mit dem aus dessenblättern abgezogenen wasser zugerichtet wird, und ein vor-treffliches Mittel wider die rothe rühr, den bauch- und lcbcr-stnß ist. Schrob. Elsk.Hobb. DerApffel-baum,KlL>u5, hat nach seiner grosse keine starcke wurtzel,
setzt auch nicht tief, sondern breitet sie nur in der fläche aüs,treibt auch mehr in die breite als in die höhe. Er kan aller-ley lufft und crdrcich vertragen, doch bekommt ihm einfettes und feuchtes besser als ein sandiges »nd dürres, undwenn er genügsame sonne hak, färbt sich die frucht so viel» schöner. Er hat eine glaste rinde, und leidet wohl daß er
gesthrepffr