bau
«och heute zu tage in Francken, Bayern / Schwaben undSchweiß, als allwo man meist alles nach bayen rechnet, sehrgebräuchlich, wicwvl ste nicht aller orten von gleicher weh-rung sind, denn zu Schallen machen 25. an den übrigen ortender Schwein 27. in Schwaben und Bayern aber 22^ bäheneinen reichs-thaler von 24. guten grofchcn aus. Vier cremher werden gemeiniglich unfeinen bähen gerechnet. L--/0L/, .
2 )eru , Llliücium, Srruöburu, Ast/ME. Heilset die ^«ufführung eines jeden grossen ansehnlichen gebäudes, es seyein Haus, pallast, schloß, kirche, vestung oder eine brücke,schiff, u.d.g. nicht nur so lange man damit noch im werckebegriffen, sondern auch wenn es schon ganh verfertiget istMan kan einen bau so hoch führen, als es -er verrath/ dieMittel und des tniiämnentü stärcke leyden will, wann esnur nicht zu des Nachbarn schaden oder Nachtheil geschiehet.Bauen ist ein lust ; nur-daß viel kost, das hab ich nichtgewust, sagt man im sprüchwort. Und ein anderes lehret,daß ; wer- mrll bauen an die straffen, muß sich vielemerstern lassen. Bau-Herr ist derjenige, so den bau an-gibt, und die kosten dazu verschaffet: Bau-meister derden bau ordnet: Bau-verwalrer, der ihn treibt: Bau-leute sind alle, die dabey Hand anlegen.
Bau, wird auch von bcrg-werckcn gesagt, und bauen heißetentweder, wann jemand aufeincrfiiiid-grubekuxehat, undzu denen dazu erforderten Unkosten das seinigc mit beyträgt;oder aber, wenn ein gebäude mit arbeitern belegt wird, oderendlich, wann man in den gruben beständig zu arbeiten fort- ,fähret. Schönb.
Suuc!?,l,lnter-lerb,Schineer-bauch.^,b6orr>en,Venrci-,
bb/M--?, A«,rre. Ist die höhle des menschlichen leides, wel-che vomzwerchsell ansänget, und biß zu untcrst des leidessich erstreckende rück-werts beym anfange des stcis-bcines,vonforne aber beym ende des schaam-beins endiget. Die ^.ua-rouüei theilen den bauch gemeiniglich in drey gegendenein. Die oberste gegen- endiget sich vhngefehr 2. fingetüber den Nabel, und heisset der obere sihmeer-bauch, bpi-LÜriuin , die mittlere gegend endiget sich etwa 2.fingcrreit unter dem nabcl , und hcisset die nabel-revier, ULgloumkilic^lis, der übrige nntcr-theil ist die dritte gegend, undwird genannt der untere schmeer-bauch, klypoglatbrium.Ja einige legen noch die vierdte gegend des schmeer-bauchsunmirtelbahr über den gebnrts-giiedcrn. Im Wacomircuoder zerlegen der cöcper macht man gern den ansang beymbauche, weil dessen theile am erste» zu faulen anfangen. tb- L.Bauch. Einigen durch kmistrund oder hohl gemachten cvr-pern legt man auch den nahmen eines Hauches zu. I. E. derbauch vom schiffe, fasse, bouccille, laute, u.s.w.
Bauch. Wenn ein gebäu, sonderlich aber eine mauer voralter oder sonst andern fehlem hangig wird oder sich herausbegiebt, so nennet man solches ebenmäßig einen bauch.Lauch. Die berg-leute sagen von ihren gängen, daß sie bau-che werffen, wenn sie sich aufthun und mächtiger werden.Schönb.
Bauch-fluß, s. Durchlaufe.
Bauch-grimmen, s.Eolic,
Bauer, s Gebauer»
Dauerey, s.Ery.
Bauholtz, lckLrerls, Dignum, As,'- -r Was manbey aufrichtung eines gebäudes zu schwellen, balcken,durchzogen, riegeln, bretern und lattcn gebrauchet, solchesalles wird bauholy genennet. Die fällnng des bauholtzes,wann es beständig und daurhafftig, und nicht leicht wur-
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wicht, faul und anbrüchig werden soll, muß von ansang desSeptembris, biß zu ansang des Martii, im abnehmendenMonde geschehen. Auch pflegt man gern zu verhüten, daß esnicht bey feuchtem nassem wetter gefallet werde, denn sonstwird das hoch, ehe es noch verzimmert ist, schon wurmstichig.Die bäume, so gegen morgen und Mitternacht stehen, gebendas schönste und beständigste bauhvlft. Hohb.
BewMtt, s. Affe.
Bau-kunst, ^rcl>iceÄuro,^rr^/'^e?«re. Die kUNstjil bauen.Weil aber das bauen sehr mannigfaltig ist, und entweder inbequemlichc» Wohnungen, zierlichen pallästen, ansehnliche«schlösse!-», oder aber in befesiigungderstädte mit schantzen,wällen und boll-wercken, bestehet, so ist daher die bau-kunstHaupt,achlich zweyerley, als nehmlich die kr-ieges - oderFestungs-bau-kunst,^rcb>reöbirL ^lilirsris.vder /«/ /,/''-rst/s», und die Livit-bau-kullst, ^rclueeÄuro Livlli5. Ei-nige thun noch die dritte art, die blevul-^i-rlüteLbur oderschlffo-bau-krinst hinzu, von welcher aber wieauchvonderersten allhie nicht, sondern nur von der mitlern soll gehandeltwerden. Dieselbe ist eine wohlgegründete wissenschafft, al-lerhand arten von gebäuden starck, bequem und schön anzu-geben , und nach dem vorriß durch die handwercks-leute auf-zuführen. Soll aber ein gebäu nach den grund-rcguln derbau-kunst verfertiget werde», so muß kein stück desselben wie-der die Natur, und wieder die Symmetrie, Ombmariouund Proportion angegeben seyn, sondern ein jedes stück desgebäudes muß sich zu dem ander» bau - und regul-mäßig schi-cken und raffen. Und ob man zwar hierin viele Vorschriften- der berühmtesten bau-meister hat,so ist doch nickt;» läugnen-daß die ersahrung und Übung das beste dabey thun. Daher»nicht allemahl nöthig ist denen ban-reguln in allem schlechter-dings zu folgen, es ist gnug, wen» der bau-meister ei» starckcsbequemes und mit den nöthigen ziccrathen wohl verseheneshauß verschafft; Diese Zierlichkeit aber bestehet nicht nur ineiner ausserlichen schönheit, sondern auch, »nd zwar haust,sächlich in einer geschickten orüvimAlice der stücke eines ge-bäudes, in sauberm simß-werck, in bildhauerey, in gcmäl-dcn u. d. g. In auszierung eines gebäudes bedienet man sichvor andern gern der Römischen bau-art, nicht nur, weil die -ss nach vieler meynung eben dieselbe seyn soll, der sich derweise König Salomo in dem tempel - bau bedienet habe; son-dern auch weil sie die schönste ordnimg, und in allen stückendie genaueste beobachtung guter proponion hat. Dichaupt-eigenschafften, so an einem kunstrichtigen bau erfordert wer-den,sind: die reg,ilarität,oder gleichzutreffende anordnn»-;die solidität,vder veste und daurhastigkeit; und die manni-ficeny, oder nach seiner art gehörige zierlich-und kostbarkeit.Die berühmtesten, so von der bau-kunst geschrieben, sind in, Italien , und L-SM022/, Venctianer, Asros/o -rb. ^,^-«0//?, ein Rbiner, in Franckreich und
LVü».-/s/, in Deutschland /->/ Furteinbachs ^rclürcLkuraMivLtLlis, von kriegs-stadt-und Wasser - gebäuen, A. vondem schlffs-gebäu, und der neuste auch zugleich knnstrichtig-ste Goldmann, den /. Ll Sturm heraus gegeben.Ba»l-lust, und ba»-lussrg bey dem bcrg werck heisst iiiberg-wcrckcn Lauen, und viel daran wenden.
/ , 4 rl>or, Ist dasgröste und ansehnlich-
ste gewächs, so die erde hervor bringet. Es bestehet aus ei-n »er wurtzel, aufgcschvssenem, aber verschiedlich - langem, und dickem stamme, ausgebreitete» äste», zweigen und blät-s lern. Alle bäume tragen nicht frucht, daher» man sie süg-
h lieh in fruchtbare und unfruchtbare theilen mag. Die
-- fruchtbaren pflegt man mit besonderer sorgfaft zu warten,
L nach