Band 
Erster Band.
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SS kommt also, sehen wir, izt einzig auf kindliches ver-trauen und demüthige Annahme der göttlichen Auerbiethung

-nicht mehr auf Beobachtung des mosaischen Gesezrs

an. (IV.) Und da kaun kein Jude etwa Abrahams Beispielals Einwendung brauchen und sagen: „er habe ja durch Beob-achtung empfangener Vorschriften sich die Freundschaft Gotteserworben." Nein — sondern festes Vertrauen auf die em-pfangene göttliche Verheißung- das war sein Verdienst,

Las erwarb ihm die Freundschaft Jehvvahs, noch ehe er denBefehl der Veschneidung cmpfien g , und sich durch Befolgungirgend eines Gesezes das göttliche Wohlgefallen erwerben könn»te. Eben dadnrch wird nun Abraham Vater und Vorbild aller de-rer, die sich auf Gottes Verhrißungmit kindlicher Zuversicht verlas-sen—sicheres Pfand wird er ihnen, daß auch sie sich de« göttliche»Wohlgefallens und Belohnung getrösten können, wenn sie sichso fest auf die in Jesus Meßias erschienene Gottesgnade yer-laffen» wie er sich aus die göttliche Verheißung eines Erbe»verließ.

V. Haben wir nun dieses Vertraue», so dürfe» wir Gottnicht mehr als Richter unsrer Uebertrettungen fürchten, son-dern uns ihm als unserm Vater und Freund in den Schovswerfen, und auch in den widrigste» Begrgnissen nnS freuen.Denn Gott wird alle» seine» Verheißungen treu bleiben.Das verbürgt uns der Tod des Meßias, der unsre Aussöh-nung und die Lossprechung von der Strafe unsrer Vergebun-gen bewürkte. Gerade wie r- B. Adam mit seiner Sünde sei»ganzes Geschlecht unter die Herrschaft der Sünde und des To-des brachte, so macht uns Jesus Meßias von diesem dritten«'den Joche frei; er ist der Heerführer zum neuen unsterbliche»Leben, wie jener zu Elend und Tod.

Indeß die schlimmen Folgen der Sünde Adams sichweit und manichfaltig verbreiteten, kam das mosaische Gesez —«ine Zwijchenanstalt in der Bildung des Menschengeschlechts— und machte die Herrschaft der Sünde noch mächtiger undF § auf-