sage». Ihnen tönte der Schall des Evangeliums zuerst, vonihnen gieug er aus in alle Lande. Aber sie blieben hart beyihren stolzen Vorurtheilen und wachten dadurch, daß die Hei»den ihnen vorkamen und zu dem Besize der Seligkeiten gelang-ten, die ihnen, den Jude», zuerst werden sollte».
XI. Um deswillen denke aber niemand, fle seyen nunüberall von Gott verflossen und ein für allemal ihrer herrli-chen Vorzüge verlustig. Es ist izt mit ihnen , wie es in denTagen Ellas war. So groß und allgemein damals die Ver-derbnis war, blieben doch noch siebentausend wahre Gottesver-ehker übrig. So hat sich Gott auch jzt noch eine gewiße An-zahl übrig behalten, an denen sich seine Verheißungen erfülle».Richt daß sie sich durch eigne Verdienste dieses Glükes würdiggemacht haben, sondern aus freier, unverdienter Gottesguade.
Wahr ists, die übrigen sind verhärtet worden. Es ist,wir Jrsaiassagt, ein tödtlichrr Schlummer auf sie gefalle» ;mit ihren Augen sehen sie nicht, mit ihren Ohren hören sienicht —-
Aber gerade hier walte» die größte« Gvttcsabsichten.Durch die Verhärtung eines Theils der Jfraeliten sollten dieHeiden Gelegenheit bekommen , der göttlichen Gnade theil-haftig zu werden und in das Reich des Meßias über zu ge-hen. Und durch diesen Vorsvrung der Heiden sollten die stol-zen Juden znr Eifersucht gereizt mit neuen Kräften nach dererst verworfenen Gottesguade streben und wieder i» ihre Erst-geburthsrechte eingesezt werden. Wie herrliche Folge» dannLiese Wiedereinsezung habe» werde, könnt ihr daran merken,Laß schon der Fall dieser Unglüklichen den Heiden solche Vor-theile verschaft hat.
Aber ja, so stark ich denn euch aus dem Heidrnthnm Be-kehrte warnen kann, warne ich euch; verachtet diese euchj;t nachgesezten Iflacliren nicht.' Sie sind Brüder jenererwählten Lieblinge der Gottheit, der Erstlinge des ReichesJesus Meßias und als solche verdienen lsieimmer eure vor-zügliche