Band 
Erster Band.
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wiesen habe, Knechte der Sünde. Es gilt hauptsäch-lich die Juden, was dort David klagt: „Keiner ist„gerecht, nicht Einer; keiner ist verständig, keiner der„von ganzem Herzen Gott ehre. Alle sind gewichen„vom geraden Pfade, alle haben sich unnüz gemacht.„Keiner ist der Gutes thue, nicht Einer. Ihr Ra-„chen ist ein offen Grab, ihre Reden sind vollRänk'„und Doppelsinn, Schlangengift ist unter ihrer Zun-„ge — Ihr Mund überfließt von Lästerung und Bitter-keit. Ihre Füße eilen zum Blutvergießen. In ih-„rem ganzen Betragen herrscht Zerrüttung und Jam-„mer, sie kennen des Friedens Pfade nicht; Gottes-furcht ist ihnen fremde." *

Das ist ein Gemählde aus euerm Gesez, ihr Ju-den ! und ihr wißt, daß der Inhalt des Gesezes zu-nächst und eigentlich die angeht, denen das Gesez ge-geben ist. Ihr habt also nicht den mindesten Grundmehr zu Entschuldigung, oder Selbstruhm; ihr seydvor Gott so straffällig, als die Heiden; mit Gesezes-erfüllung habt ihr euch in Gottes Augen nicht diemindesten Verdienste, so wenig als jene, erworben.Ja gerade euer empfangenes Gesez ist es, was eureVerschuldung noch auffallender und strafwürdiger macht— ihr seyd die Knechte, die den Willen ihres Herrnwußten und nicht thaten.

Nun offenbart und anerbiethet das Evange-lium ohne mosaisches Gesez die von Moses und denPropheten längst verheißene Gerechtigkeit Gottes;

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»Psalm. XIV. Z. V. 10. cxi,.4. X.7. SprücheSal. l. 16. Psalm, xxxvi. a.