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lung der göttlichen Verheißung nicht rükganglg wachensollen? Wahrlich nicht! Gott wird seinem Verspre,chen treu bleiben, wenn auch alle Menschen ihremVersprechen untreu würden. Seine eigenen Wortewerden ihn, wie jene Schriftsielle sagt, rechtfertigen,und „über jeden, der mit ihm rechten wollte, wird„er den Sieg davon tragen." *
„So wird denn, mögt' ein Jude sagen, durch„unsre Untreu die göttliche Barmherzigkeit in Verge-bung der Sünden noch in ein größers Licht gesezt ? "
— ohne Zweifel! — „Es ist also Ungerechtigkeitvon Gott, wenn Er uns um unsrer Untreue willennoch strafet? " Im mindesten nicht! sonst könnte Erja nicht Weltrichter seyn, sonst müßte Er überallkeine Sünde strafen. Sollte die Einwendung gelten,womit sich der Lasterhafte so gern dekt " Gott dürfe„Lüge und Treulosigkeit nicht strafen, weil ja dadurch !„immer nur seine Treu und Wahrhaftigkeit offenbart„und verherrlichet werde! " nun so müßte denn auchdie mit dem Urtheil der Verdammnis gebrandmarkteLästerung — die einige Verlaumder für meine Be-hauptung auszugeben sich erkühnen — geltend sey»:„Man dürfe Böses thun, damit Gutes daraus ent-gehe!"
Ich sag' es noch einmal, groß und manichfal-tig sind die Vorzüge, die die Jsraeliten vor den Hei-den voraus empfiengen. Aber in Ansehung der An-wendung dieser Vorzüge stehen sie mit den Heiden wie-der in Einer Linie. Beide sind, wie ich vorhin er.
wiesen
* Mm r.1. 6.