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tet ihr von euerm Sündedienst für Lohn? einen sol-chen Lohn, dessen ihr euch jzt selbst schämet; dennam Ende ist der ganze Gewinn, den Knechte der Sün»de davon tragen—- Tod und Verderben. Izt hin-gegen, da ihr von der Herrschaft der Sünde befreitund Knechte Gottes geworden seyd, habt ihr den un-schäzbaren Vortheil, immer besser und vollkommnerzu werden-— und am Ende das ewige Leben. JaTod und Verderben ist der Sold der Sünde, Gottaber schenkt seinen getreuen Knechten das ewige Lebenin Jesus Meßias unserm Herrn.
Ich sagte oben, die Sünde soll keine Herrschaftmehr über euch haben, denn ihr stehet nicht mehr un-ter dem Gesez, sondern unter der göttlichen Gnade.
VH- Verwundert euch nicht hierüber. Ihrwißt ja — ich rede mit Kennern des mosaischen Ge-sezes — daß das Gesez nur so lange für einen Men-schen verbindlich ist, als er lebt. Das Ehgcsez z. B.verbindet die Frau nur so lange, als ihr Mann amLeben ist; so bald er stirbt, hat das Gesez, wodurchsie an ihn gebunden war, seine Kraft verlohren. Wür-de sie bey Lebzeiten ihres Mannes einen andern Heim-chen: so wäre sie eine Ehebrecherin. Ist aber derMann todt und sie also vom Ehgesez frei, so kann siewieder heirathen, ohne eine Ehebrecherin zu werden.
Geradeso, meine Brüder! seyd ihr durch eue«re Theilnahme an dem Tod Jesu dem mosaischen Ge-seze abgestorben und mit dem, der von Todten aufer-standen ist, mit Jesus Meßias in eine neue ehlicheH A Kerbin-