Band 
Erster Band.
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die eines solchen Zuchtmeisters bedurften, sondern ihrseyd Theilhaber der göttlichen Gnade, die euch eureUebertretungen verzeiht und die kräftigsten Mittel zurReinigkeit und Unsträflichkeit darreicht,

„Oder wolltet ihr etwa gerade um des willen fort«„sündigen, weil ihr Theilhaber dieser überschwenglichen„Gottesgnade seyd und die Drohungen des Gesezes„nicht mehr zu fürchten habt? Ferne sey dieser Gedan-ke von euch! Ihr wißt ja, daß ihr dessen Knechte seyd,in dessen Dienst ihr euch begebet —— entweder Knech-te der Sünde, die euch Tod und Verderben zum Lohngiebt; oder Knechte der Rechtschaffenheit, wodurch ihrVerzeihung der Sünden erlanget und immer heiligerund unsträflicher werdet. Gott sey Dank, daß euerKnechtesdienst der Sünde ein Ende hat und ihr nunvon Herzen den Anweisungen des Evangeliums gehor-chet , die euch zur Richtschnur euers Betragens ver-kündiget, denen ihr als eurem neuen Herrn übergeben wor-den seyd. Ihr seyd von der Herrschaft der Sündelosgekauft und Knechte der Rechtschaffenheit geworden.

Um euerer Schwachheit willen laßt mich euch die-se Sache stark und deutlich genug wiederholen. Eh»mals gäbet ihr eure Glieder und Sinne hin zu dienst-fertigen Werkzeugen der Unreinigkeit und einer immerwachsenden Zügellvsigkeit -— jzt sollt ihr sie zu bereit-willigen Werkzeugen der Tugend machen und immervollkommner, immer unsträflicher werden. Als ih»noch Knechte der Sünde wäret, standet ihr freilichnicht unter der Herrschaft der Tugend; aber was hat-tet