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Willen das Gute zu thun, doch immer das Böse an-liegt und daß dieß gleichsam das Gesez ist, unterwelchem er stehet. Sein innerer Mensch hat einewahre Lust an dem göttlichen Gesez —- aber er bemerktein anders Gesez, einen gewaltigen, gesezähnlichenTrieb in seinem Körper, welcher dem Triebe seinesinnern Menschen widerstrebt und ihn zum Sclaven derin seinem Körper herrschenden sündlichen Triebe macht.Sein Gemüth hälts also mit dem göttlichen Geseze,seine Sinnlichkeit aber gehorcht dem mächtigen Triebeder Sünde. Der Elende >—> wer wird ihn von die-sem Todesleibe, von diesem elenden Sclavendienstretten! —
Dank sey unserm Gott, meine Brüder! Er hatlins errettet durch Jesus Meßias, unsern Herrn.
VIII. Seit wir durch die Taufe mit ihm inVerbindung getreten sind und nicht mehr den Gelüstender Sünde, sondern den Eingebungen des göttlichenGeistes gehorchen <— ist nichts Verdammliches mehran uns. Die Gemeinschaft des Geistes und LebensJesu Christi, unter dessen Trieben und Einflüssen wirnun, als unter einem neuen Geseze, stehen, hat unsvon der Herrschaft der Sünde und des daher kommen-den Verderbens frei gemacht. Denn was dem vonden sinnlichen Trieben geschwächten mosaischen Gesezunmöglich war — den Menschen göttlichen Wohlge-fallens und Belohnungen fähig zu machen - das hatGott gethan, in dem er seinen Sohn in Gestalt einesschwachen, sündlichen Menschen in die Welt sandteund die Sünden, um ihrer Herrschaft ein Ende zuma-chen