Band 
Erster Band.
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sind also abgelegete Bachlein; und bey denen wolltestdu die lautere volle Quelle verlassen? Du wirst zulezkdarauffallen; dein eigenes Bedinge» mäße dein Leuch-ter in Glaubenssachen und Lebens - Regeln seyn. Aberdann: wie wenig wirst du wisse», wie ungleich dirselber seyn, wie entsezlichen Zweifeln unterworfen,wann du die ewig vielen Mißhelligkeiten in den Urthei-len und Meinungen auch guter Köpfe wahrnimmst,und nun deiner Vernunft, die doch auch mehr nichtals menschlich ist, eine Gattung Unfehlbarkeit zutrauensollst. Da wirst du wollen und sollen an einen Gottglauben, der schon die ersten Menschen, seine liebstenbesten Geschöpfe auf Erden ohne nähere Hülfe zu sei-ner Erkenntniß ihnen selbst überlassen habe; wie un-wahrscheinlich seltsam ist das! Du wirst eine natür-liche Religion suchen, als wenn nicht die Glaubens-und Tugend-Lehre Jesu Christi die allein und höchst-natürliche wäre, die deinen Bedürfnißen im ersten Den-ken der Kindheit, im Feuer der Jugend, bey den Ar-beiten und Sorgen des reifen, und der Abnahme undFrost des hohen Alters die angemessenste Führung undErwärmung anbietet. So warst da zum Glaubenvorm Anschauen gemacht, und magst doch nicht vielmehr glauben, als was du selbst schon gesehen hast!bist zum Lernen gemacht, und hast denn doch auch da,wo es Gott selber betrifft, keinen unfehlbaren, leben-digen Lehrer; bist zum Nachahmen augenscheinlich vonKind auf bestimmt, und hast doch kein flekenlvses,ganz liebenswürdiges Muster zur Nachfolge in Freud'und Leid, im Leben uud Sterben. Bist endlich ge«Samml. I. B. I. Heft. N neigt,