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Luther folgte, dem Ruf uud reiste nach Worms.Seine Freunde inisriethenö ihm unterwegs, aus Furchtvor Hußens Schiksal; er legte ihnen aber mit diesenWorten ein Stillschweigen auf: ich bin gesezmaßigaufgefordert, in dieser Stadt zu erscheinen, und ich willin des Herrn Namen hinziehen, wen» sich auch da-selbst so viel Teufel wider mich vereinigte», als Ziegelauf den Dächern sind.
Als er sich der Stadt Worms näherte, lief ihmeine größere Menge Volks ihn zu sehen entgegen, alssich beym öffentlichen Einzug des Kaysers versammelthatte; man begegnete ihm mit Ehrerbietung, sei»Zimmer war täglich voll von Fürsten. Vor demReichstag betrug er sich anständig und standhaft. Ergestund, es herrsche in seinen Streitschriften zu vielHize und Bitterkeit; weigerte sich aber, seine Mei-nungen zu widerrufen, wenn man ihn nicht vorhervon ihrer Falschheit überzeugt hätte, oder sich nachandern Regeln, als nach dem Wort Gottes, prüfenzu lassen.
Auf dieses erhielt er von dem Kayser die Erlaub-niß , ungehindert zurnkzukehre», ward aber nach sei-nem Abzug von Kavser und Reich einstimmig in dieReichsacht erklärt, und für einen Feind des deutschenReichs gehalten. Zwanzig Tage nach Publikationdes Urtheils sollte sich niemand unterfangen ihn zu be-herbergen, sondern ein jeder sollte ihn, wo er ihn an-träfe, gefangen nehmen, und zum Kapser bringenlassen.
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