Band 
Erster Band.
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hundert Beschwerden gegen die römische Herrschaft.Dieses, und oas Geftändniß Hadrians selbst von demVerfalle der Geistlichkeit und den Verderbnißen desrömischen Hofs war für die Reformation sehr Vortheil-haft. Es ward wirklich in verschiedenen Reichsstäd-ten und Fürstenrhümern unter obrigkeitlicher Autori-tät eine Veränderung in dem öffentlichen Gottesdienstevorgenommen, die Messe ward abgeschaft, der ehe-lose Stand der Klerisey aufgehoben, die weltliche Ge-richtsbarkeit über die Geistlichen behauptet, die Klö-ster wurden sekularisirt. Luther heurathete selbst eineadeliche Nonne, Katherine von Boren (1526.) Einzu Speyer gehaltener Reichstag erlaubte sogar fürLuthers Meinungen fast eine völlige Toleranz.

Als Kayser Karl beynahe die Hälfte der deut-schen Reichsstande von dem pabstkichen Stuhle losge-rissen sah, fürchtete er, diese Religionstrennung könn-te endlich seiner kayserlichen Autorität nachtheilig wer-den, und arbeitete an der Unterdrükung dieser Mei-nungen. Auf seinen Befehl ward wieder ein Reichs-tag zu Speyer gehalten, (1.529.) der einen gewaltsa-men und drohenden Abschied gegen Luthers Parthey zuStand bringen sollte; nach langem Wortwechsel konn-te aber weiters nichts als ein Verbot der Abschaf-fung der Messe und andrer Religionsneuerungen biszu Versammlung eines Konziliums erwehret werden.

Doch auch gegen diesen Abschied protestirten dieChurfürsten von Sachsen und Brandenburg, die Her-zoge von Lüneburg, der Zürst von Anhalt, der Land-graf