Band 
Erster Band.
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gras vonHeßen, und vierzehen Reichsstädte, undwurden um dieser Ursache willen Protestanten genennt.Sie legten auch (1530.) auf dem Reichstage zu Aug-spurg ein Glaubensbekenntniß ein, das von PhilippMelanchthon, einem feinen, klugen, sanstmüthigenMann und Freunde Luthers, mit glüklicher Mäßi-gung aufgesezt ward, und unter dem Namen deraugspurgischen Konfeßion bekannt ist. Kayser Karlwar auf diesem Reichstage selbst gegenwärtig. DasGlaubensbekenntniß ward öffentlich verlesen und ge-prüft, es erfolgte eine Disputation, wo sich aber diestreitenden Partheyen nicht vereinigen konnten, weilder Unterscheidungsmerkmahle zwischen beyden Kirchenzuviele waren, und keine nachgeben wollte; die pro-testirenden Fürsten wurden gebeten, bedrohet, gelokt,ihren Meinungen zu entsagen, sie weigerten sich aberstandhaft.

Es folgte also ein scharfer Reichsabschied gegendie Protestanten, der die ihnen eigenthümliche Lehr-punkte verwarf, jedermann verbot, sie zu schüzenund zu dulden, die Beobachtung des alten Kultus(äußerlichen Gottesdienstes) befahl, und alle Neue»rungeu bey scharfer Strafe untersagte.

Die Härte dieses Abschieds machte die Protestan-ten niedergeschlagen; der zaghafte Melanchthon wardganz muthlos, und klagte, als ob alles verloren wä-re;

* Straßburg, Nürnberg, Ulm, Kostanz, Reutlingen,Windsheim, Memmingen, Lindau, Kcmpten,Heilbronn, Isny, Weißenburg, Nördlingen undSt. Gallen.