Band 
Erster Band.
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Der Bischof zu Konstanz legte zwar Zwinglinviele Hinderniße in den Weg, und suchte ihn bey demStift verhaßt zu machen, auch die Bettelmönche zuZürich klagten über ihn; allein der Rath nahm ihn inSchuz.

Auf sein Begehren, von seiner Lehre Rechen,schast abzulegen, ward eine Disputation angestellt,die auf dem Rathhause in Gegenwart von beynahesechshundert geistlichen und weltliche» Gelehrten ge-halten ward. (iZ2z.) Ihr Erfolg war, daß der Rathneuerdings erkannte, daß, da niemand Iwinglis Lehr-saze aus der heiligen Schrift widerlegt habe, er mitVerkündigung des göttlichen Worts fortfahren, undalle Geistlichen gehalten seyn sollten, keine andernLehren vorzutragen , als solche, die sie aus der heili-gen Schrift beweisen könnten.

In demselben Jahre steng man auch an, dieTaufe in deutscher Sprache, ohne Beschwörung desTeufels, und ohne Salz, Staub, Kreuz und Chry-sam zu verrichten; die Nonnen im Oetenbach wurde»ihres Gelübdes entledigt; in dem Chorherrenstift ge-schah eine Refvrme; die Bilder blieben allein noch inder Kirche, und die Messe ward noch gelesen.

Dieser Punkte wegen ward beschlossen, ein Re-ligions - Gespräch zu halten; Zwingli erlangte in dem-selben wieder den Sieg. Nach dieser Disputationward, wer Messe lesen wollte, nicht gehindert, undwer sich ein Gewissen daraus machte, nicht gezwun-gen ; man ließ jeder Parthey die Freyheit, und hin-derte nur gegenseitige Beschimpfung.Samml.i.S.i.Heft. P

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