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In dem folgenden Jahre (1524.) ward eine neueZusammenkunft gehalten, die denselben Erfolg hatte.Es dauerte nicht mehr lange, so ward die Pfingst-montags^ Prozeßion nach Einsiedeln mit Kreuz undFahnen abgeschaft, das Fronleichnamsfest aufgehoben,die Sarge iu den Kirchen geöfnet, die Gebein beer-digt, oder in Beinhäusern beygesezt, die Orgeln,das Grab - und Wetter - lauten , die Gaaben undOpfer für die Todten, die Prozeßionen, das Beicht-geld, das Segnen der Palmen, das Weihwasser, dieWachskerzen, die lezte Oelung, weggekennt und ver-boten ; man erlaubte jedem, die Bilder, die er oderseine Familie in die Kirche gestellt hatte, wegzuneh-men ; die übrigen wurden in der Stille bey verschloß-ner Kirchenthüre in Gegenwart einiger Rathsgliederund Pfarrer durch Schlosser, Schmiede, und Stein-meze» aus der Kirche weggetragen, und sint dem größ-tentheils verbrannt. In dreyzehen Tagen waren alleStadtkirchen geräumt. Alles dieß geschah, zu jeder-manns Erstaunen, ohne Widerstand und Lärm. Zwingsttrat in die Ehe. Die Aebtißin beym Fraumünstcrübergab dem Rath die Würde der Abtey, mit alle»davon abhängenden Gerichtsbarkeiten und Privilegien;die Bettelmbnche wurden abgeschaft.
Endlich am hohen Donnerstag des nächst darauffolgenden Jahres (1525.) gierig die wichtigste Verän-derung vor; die Messe ward aufgehoben, das Abend-mahl nach den izigen Gebrauchen gefeyert, die Altäreaus den Kirchen geräumt.
Drey