sehr verkennen will, daß Gott doch das Werk nichtrnisliugen ließ, daß Er ihm Fortgang und glücklichenAusgang gdnnete, mithin es in so fern segnete; wasaber für sich allein nicht einmal alles für die morali-sche Reinheit und Vollkommenheit des Werks, viel-weniger etwas für seine Göttlichkeit beweist.
Also, ein menschliches Werk ist und bleibt dieReformation; menschlich fiengs an, menschlichfuhr'sfort, menschlich endete es; menschlich, aber von Gottgesegnet.
Die Glaubensverbesserer waren nicht Gottgesen-dete, nicht Gesalbte des Herrn, in dem Sinne, wiedie Apostel; sie handelten für sich und aus sich selbst,obgleich mit Anrufung Gottes und Jesu Christi; han-delten , wie sie es selbst am aufrichtigsten bekannten,oft leidenschaftlich; handelten oft unter ihrer Ueber-zeugung , oft über ihre Ueberzeugung hinaus, strau-chelten, fehlten auf mancherley Weise; von den Apo-steln ist es historisch gewiß, daß sie den Geist empfan-gen hatten, der sie in alle Wahrheit und Vollkommen-heit leitete; aber von den Reformatoren weiß ich nicht,ob jemals jemand von ihnen zu behaupten wagte,daß sie diesen Geist auf die Weise wie die Apostelhatten; die verschiedenen Auswüchse von Stolz, Ei-telkeit, Selbsterhebung, Truz, Eigensinn, Harte,Rohigkeit, Possenreißerey, die wir theils bey Luther»,theils bey andern Reformatoren bemerken, und die frey-lich allerdings auch auf Rechnung ihres Zeitalters geseztwerden müßen, sind leider nur zu bekannt und zu un-laugbar,
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Die