Band 
Erster Band.
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„Nichtachten alles dessen, was täglich von mir ge-schehen ist und geschieht — das Wegstoßen aller„Augenzeugen, die einstimmig dieselbe Sache gesehen„zu haben bezeugen — die zeigt nicht die Wahrheit-„fähigste Gemütsverfassung an wer in Moses und„den Propheten keine Göttlichkeit ahndet , denen kei-nen hvhren Grad der Aufmerksamkeit gönnt — indenen nicht mehr Glaubwürdigkeit findet, als in ge-meinen Menschen; wer sich gegen das kleinere schwä-chere Licht gleichgültig, unempfindlich bezeigt, sich da-gegen verschließt und verhärtet — der wird sich auchgegen helleres stärkeres Licht verhärten können. Werim Kleinen nicht treu ist, der wird es auch im Gros-sen nicht seyn. Es giebt Wundersüchtige, die keinBedürfniß höherer Welt haben — was hilft denen derAnblik aller Wunder? Es giebt unüberzeugbare»denen unsichtbare höhere Welt unerträglich ist —- de-nen ist durch keinen Stral aus dieser Welt, denenist gar nicht zu helfen. Die werden in Ewigkeit durchkeine Wunder überzeugt werden. Wer für die unsicht-bare Welt keinen innern Sinn hat, der wird durchnichts aus der unsichtbaren Welt gerührt werden.Wie der, der keinen Sinn für Musik und sinnlicheSchönheit hat, durch keine Musik und keine Schön-heit gerührt werden kann. Für den Blinden sinddie Farben nichts. Die Meßiade nichts für den Pe-danten. Sollen aber darum die Farben für niemandseyn — und, die Meßiade nicht gelesen, nicht ge-schätzt werden? und wenn ich sagte — „wer Geßner„nicht fühlt, wird Goethe nicht fühlen? " — was