ken. — Unzählige haben im Reiche — wenige amHofe oder in der Residenz Platz. Den Antritt zurRegierung — haben wenige. Aeußern Beruf dazu,allgemeinen -— haben unzählige. Innern Berufund Drang wenige. Wer den innern nicht hat; demhilft der äußere nicht. Alle sind ins unsichtbare Got-tesreich berufen. Aber nur die, denen dieß unsicht-bare Gottesreich Bedürfniß ist'— können und werden-rein kommen! Sich, wie wol mit Müh und Kampfdurchschlagen; durcharbeiten, durchleiden. Dieserinnere Beruf, Durst, Drang nach hohem, ist —Pfand der Erwahlung. Wer nach Christi Gerech-tigkeit, nach seiner Reichöreligron dürstet, der wirdersättigt werden. Jedem soll geschehen nach seinemGlauben; seinem Dränge; seiner Ahndung-— Klop.stok trug die Meßiade; Colomb — Amerika inseiner Brust, eh der eine das Wort Meßias, der an-dere Ozean hörte.'— Und taufenden, die beydes tau-sendmal gehört und alles lernbare davon gelernt hat-ten — kam kein Gedanke daran, das Eine zu schaf-fen , das andere zu finden. — — Aber auch, —und hiemit lenken wir, mein Lieber, wieder auf dieHauptsache ein, -— aber auch diese hätten die Meßia-de nicht erdichtet, und Amerika nicht gefunden, wennnicht äußerliche Mittel ihrem Dränge nachgeholfenhätten. Wer nicht schwanger ist, kann nicht gebüh-ren— und wer schwanger ist, nicht ohne Hebam-me; wenigstens nicht ohne Wehen. Au allen Ge-burten in der Welt braucht's Keime und Entwicke-lungöMitkel. Aus unbefruchteten Eyern keine Küch-lein.
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