Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

---------- 4r

christen an. Strebet nach Gastfreigebigkeit, als nachachter Ehre und Glük. Euere Verfolger segnet —ja segnet sie und fluchet ihnen nicht. Freuet euchmit den Fröhlichen und mit den Trauernden trauert.Seyd Eines Sinnes. Strebet nicht nach hohen Din«gen, bleibet lieber in einem niedrigen Kreise — undhütet euch vor stolzer Selbsteinbildung. Vergeltetniemandem Böses mit Bösem. Betragt euch überallund gegen alle Menschen mit Anstand. Haltet, soviel an euch steht, mit allen Menschen Friede. Rä-chet euch nicht selbst, Geliebte! sondern haltet an euch;ihr wißt, was Iehovah sagt: „Mir gehört die Rache,„ich wills vergelten'. " * Ist dein Feind hungrig, sospeise ihn, ist er durstig, so tränke'ihn >—> diese Ra-che überführt ihn seines Unrechts am kräftigsten undmacht ihn beschämt. Lasse dich nie vom Bösen über-winden, sondern überwinde du das ^öse mit Gutem!

XIII. Jederman unterziehe sich der obrigkeitlichenGewalt; denn sie ist eine göttliche Anstalt <—> undjeder, der sich dawider auflehnt, ist ein Empörer ge-gen die göttliche Verordnung -— und solche Empörerwerden ihrer verdienten Strafe nicht entrinnen.

Zum Schreken der Rechkschafnen sind die Regen-ten nicht da, sondern zum Schreken der Uebelthater.Wer sich also vor ihrem Gewalt nicht fürchten will,der handle gut — und er wird ihren Beifall erhal-ten. Sie sind Diener Gottes zum Beßten ihrer Un-terthanen. Wer aber Böses thut, fürchte sich immerC Z vof

V. Mos. XXXll. ZZ.

* Jes. XXXV. 4.