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vor ihnen»— denn nicht umsonst tragen sie das Schwer!)
— sie müßen an Gottes Statt den Uebelthäter strafen.
Es ist also Pflicht, sich dem obrigkeitlichen An-sehen zu unterwerfen; Pflicht —— nicht nur um ihrerStrafgewalt willen, sondern hauptsächlich aus Ge>wissenötrieb, weil's göttliche Anstalt ist.
Aus dem Grunde müßt ihr auch die Abgaben ent-richten. Denn einmal ist die Obrigkeit Gottes Die-nerin und ihre Rechte sind heilig.
Gebt also jedem, was ihr ihm zu geben schul-dig seyd. Zoll, wem ihr Zoll, Steuer, wem ihrSteuer >— Gehorsam, wem ihr Gehorsam, und Achtung,wem ihr Achtung schuldig seyd.
Sonst habt ihr keine andere Verpflichtungen, alsdie gegenseitige Liebe. Wer seinen Bruder liebet, dererfüllet das Gesez. Denn die Gebothe: du sollt nichtehebrechen! nicht tödten! nicht stehlen! kein falscherZeuge seyn! nicht nach fremden Eigenthum streben!
— diese und alle andere Gebothe sind in dem Haupt-gebothe zusammengefaffet: liebe deinen Nächsten wiedich selbst! Wer seinen Nächsten liebet,der thut ihm nichtszu Leid; die Liebe ist also des Gesezes Erfüllung.
Ueber dies, Bräder! wie nöthig ist es, auchum der gegenwärtigen Zeitumstande willen, daß wirnicht trage und saumselig in unsern Pflichten seyen.Denn nun ist unsre Errettung naher, als zu der Zeit,da wir das Christenthum annahmen. Die Nacht istbereits zu Ende, der Tag ist angebrochen» Weg also
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