ehrlicher Mann gegen das Christenthum, wie einevernunftlose Lehre zu erklären. Bey einer so unend-lich wichtigen Sache muß man nicht einen Theil an-nehmen und den andern verwerfen, wenn alle die Thei-le doch nur Ein Ganzes ausmachen. Alles angenom-men oder alles verworfen! Nur ein Heuchler, ein un-würdiger Mensch kann der seyn, der seine Pfarre oderseinen guten Namen, sein Weib und Kinder, mehrliebt, wie die Wahrheit. Verachtung, Unruhe undLas peinigende Gefühl seiner Verläugmmg der Wahr-heit verfolge ihn — bis genug! Der Mann, der dasChristenthum nicht glauben kann, weil tiefer Unglau-be früh in ihn ausgesäet war, der aber frey aus sicherklärt, und nicht durch Christenthum Brod und Eh-re und Freunde erwerben will, ist mir immer nochwerth, ich kann ihn lieben und bewainen. Aber jenesind die schleichende Pest der Menschen.
Mein Glaube von Christus ist aber — EwigeLiebe war es, die den Menschen wieder zu der Er-kenntniß und zu dem Glauben durch Christus führenwollte, und es noch will, und es noch thut; daß siedem Menschen nur Liebe, eigne himmlische Bildung-— und dadurch zugleich schon seligen Genuß undFähigkeit zum ewigen Freudenleben — mittheilen wol-le, damit ihm auch dadurch sein noch verborgnerSchöpfer lieb werde über alles, und er Ihm gernesein Herz schenke, und nicht mehr das AndenkenGottes fliehe, das dem Herzen unauslöschlich einge-Lrükt ist.
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