thematischer Quantität abgewogen werden. Wäre dieHypothese einer durchgängig wörtlichen Inspirationrichtig, so wäre obige Methode, aus einzelnen zer-streueten Schriftsprüchen ein Gesezbuch des Glaubenszu machen, noch erträglich. Da aber diese Hypothe-se so ungegründet ist, als irgend eine seyn kann, wieder Augenschein lehrt: so erfvdert das Bedürfniß derWahrheit, daß man nach einer bewährtem, d. i. in,ductivischen, Methode das wahre System der Schriftherausbringe.
Bei aller ehemaligen Aengstlichkeit, Beweisstel-len über Beweisstellen, fgN8 rims et ffms rrrison,auf gerathewohb zu häufen, hat man doch die bestenBeweise für die biblische Theorie nicht erkannt, sondernübersehen. Sie liegen da , wo man sie oft am we-nigsten sucht, z. E. in der Geschichte, in solchen Pas-sagen der Schrift, wo sie zufällig zu stehen scheinen,und in der ganzen göttlichen Art, nach solchen undsolchen Gründen mit den Menschen zu handeln. Denngöttliche Handlungen geben göttliche Lehren und Grund-säze, wenn man sie nur treffen, vergleichen, ver-binden und schließen kann.
z) Wenn nun alle biblische Bücher in dieserRüksicht mit beständiger Beobachtung durchgelesen undausgezogen sind, so wird das Bemerkte und Gesam-melte 'wied er von neuem ganz durchgelesen, dann wirdman schon sehr vieles sehen, was keine Dogmatik leh-ren kann. Ich weiß dieses aus eigner Erfahrung.So oft ich es bei einem biblischen Buche versucht habe,habe ich den Geist der Bibel ganz anders als die be-sten
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