Band 
Erster Band.
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und zufälligen Unterschieden, v. 2 — 4. BesondereGnadenmittel, wodurch Gott ein Volk vor dem an»Lern unterscheidet, geben diesem kein Recht, ein an-deres Volk deswegen zu verdammen, wie die Judenthaten, oder sich deswegen für besser zu halten. Viel-mehr wird das Urtheil um so strenger oder gelinderseyn, je nachdem mehr oder weniger anvertrauet war—

Gott duldet zuweilen eine Zeitlang — um zumbessern Nachdenken zu bringen. Werden die Men-schen deswegen aber sicher, übermüthig und verhärtet,so folgt ein so strengeres Urtheil.

v. Z. Es stehet ein Tag des allgemeinen Gerichtsbevor, dem Niemand entkommen wird, er habe ge-lebt, zu welcher Zeit, oder unter welchem Volke erwolle. Hier wird die strengste Nachsuchung über al-le Zeiten und Völker geschehen.

Es gibt ein natürliches Gesez, ein Gefühl vonSittlichkeit, von Recht und Unrecht, das dem Men-schen zur Regel dienen kann und soll, wenn er keinenähere Anweisung von göttlichen Gesezen hat. Han-delt jemand diesem zuwider, so wird er so gut verur-theilt werden, als der Uebertreter des geoffenbartengöttlichen Gesezes. Dies nennt Paulus und

selig oder vernrtheilt werden. Jeder wirdnach dem Maaße dessen, was er wissen konnte, beur-theilt werden.

Die ganze Frage von der Seligkeit oder VersLammniß der Heiden läßt sich beantworten aus dem,was Paulus v. az 11, f. sagt.

IS v. 17