sein großes Cabinet — und wer es sah, rief aus:„es ist die Krone der Sammlung." Ein fremderdurchreisender Mahler hatte viel von dem Mahler,seiner Gallerte und diesem Gemälde gehöret -- undwar sehr begierig, selbst den Augenschein davon zunehmen. Er suchte also mit seinen drey Söhnen,die alle Mahler waren, wo möglich, in Abwesenheitdes Sohnes, auf diese Gallerie zu kommen, und esgelaug ihm, dann er war gekleidet, wie ein Prinz,mit der Miene des Kenners und der verbindlichstenHöfflichkeit'—> Kaum trat er in den Saal, so eilteer mit seinen Begleitern auf das Himmelsgcsicht zu— und tvdtblaß vor Neid bebte er vor diesem Mei-sterstük aller Meisterstüke znrük. Blizschlag war je-der Aug des Genies auf sein Herz >— doch verbarger seines Neids tobende Wuth unter sanften lächeln-den Falten — „Ist das nicht ein schönes Stücke -—>fragte ihn ein Aufwarter >— „Ein unmenschliches„MeisterStüke, erwiederte der Mahler," nur,wenn„ich frey reden darf. Schade—- daß es hier etwas
„hart und stciff gezeichnet ist- und dem wäre mit
„so wenigem abzuhelffen — Nur ein wenig adonciert„hier, meinest du nicht, (wandte er sich zu einem sei-ner Söhne,) meinest du nicht, Sohn! — mit„wenigen Zügen ließ es sich unendlich verschönern?—>„O ja, sagte der Sohn, es ist um einen Messerrükken„zu hager — O hatte ich Pinsel und Farbe hier —„nur ein kleiner Zusaz von Fleisch würde ihm unend-lich wohl thun -— Sonst muß man gestehen — es„ist ein Meisterstük»" — „Und wenn ich meine
Meinung