Band 
Erster Band.
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Göttlich ist es, ja göttlich ist es, die Schwach-heiten der Schwachen anzuziehen, und sich ihrer Den-kungsart so wenig als ihres Fleisches und Blutes zuseiner Tracht zu schämen; aber es ist auch mensch-lich zu brennen, und feurige Kohlen auf den Haar-schädel derjenigen zu sprechen, denen die Wahrheitzum Stein des Anstvßens gereicht, und die sich daranärgern, wodurch sie gewizigt und gebessert werdenkönnten.

Warum sollte die Kirchenmusik, die eine Magdim Hause des Herrn zu seyn gewürdiget wird, umsterblichen Geschmack buhlen, wenn der Höchste ihreNiedrigkeit ansieht, und Sich eben dadurch bewegenläßt. Sein Ohr zu ihr zu neigen; was Menschenhingegen entzückt, ein Greuel vor Gott ist? SorgtGott für die Farren und Kälber unserer Lippen? DerSich die Stimme der Raben, wen» sie Ihn anrufen,gefallen läßt, und den Mund der Säuglinge zum He-rold Seines Ruhmes bereiten kann, der zieht den Ernsteines erstickten Seufzers, einer zurückgehaltenen Zäh-re der spizfindigen Gerechtigkeit des Wohlklangs unddem Nierenfett der Chöre vor.

Eine Vernunft, die sich für eine Tochter derSinne und Materie bekennt; seht, das ist unsere Re-ligion! Eine Philosophie, die den Menschen ihren Be-rufauf allen Vieren zu gehen offenbart, nährt unsereGrvßmuth. Eine Autorsucht, die von der Hand desScharfrichters den Lorbeerkranz des Ruhms erringt,

macht