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neu ins Große hineinwürkenden, Epoche machendenMann? einen Auserwahlten? >— ich zweifle; wenig-stens verdroß es mich immer, daß ich nicht mehrersund grbßers von dem Manne las, der so starb.
Zwar nicht, daß ich glaubte, es müßte unum-gänglich Kraft der Religion gewesen seyn, was ihnso stark gemacht hat, und ich möchte weder sein Bey-spiel, noch das Beyspiel des Hieronymus von Prag,noch irgend eines andern standhaften Qualenduldersaus den Zeiten des fünfzehnten und sechzehnten Jahr-hunderts zum Beweis der Kraft der Religion brauchen.Man kann ohne allen Zufluß unmittelbarer himmli-scher Geisteskraft einzelne, unglaublich große, männ-liche Thaten thun; irdischer Ehrgeiz kann einen Men-schen in einzelnen gegebenen Fallen schon hoch Hinauf-spannen, daß er Thaten thut, die die späte Nach-welt bewundert; und so kann ich mir denken, daßKranmer ohne alle Erfahrungen aus der unsichtbarenWelt, ohne alle Erfahrung des Lebens und der Herr-lichkeit Jesu, bloß durch seine individuelle ursprüngli-che Menschenkraft, als irdischer Mensch zu irdischemIweke thun und dulden konnte, was er duldete undthat. Wenn ich mich in seine Lage verseze, so stelleich mir vor, daß er ungefähr so gedacht habe: „so„soll denn eine schlechte That das lczte seyn, was man„sich von dir erzählt? du, auf dessen Thun tausend„und tausend Augen gerichtet sind, endest so? Be-hauptest dich so schlecht? giebst dem Hof, giebst bei«„nen Feinden so viel Triumph über dich? giebst den
„Anhängern