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Stärke, Heldenmuth geben kann. Das edelste Herzkann etwa in einem einzelnen Falle aus Schwacheunedel, schlecht und niederträchtig handeln, «nd dieScharfrichter machen sich dann triumphierend darüberher, und rufen höhnisch: seht da den gefallenen Engel!aber seine Reue wird Jahrhunderte in Erstaunen sezen;mit Ehrfurcht werden sich die Gerechten, die dieserBuße nicht bedürfen, vor dem vergütenden Sünderneigen, und ihn doppelter Ehre werthachten. —-Hieher, ihr Bewunderer von Rdmertugend! Hier istmehr als Muzius Skavola! geht's euch nicht durchMark und Bein, wenn der sechs und siebenzigjahrigeKranmer laut durch Rauch und Flammen ausruft:Die unwürdige Hand: die unwürdige Hand « . . .Herr Jesu, nimm meinen Geist auf....
Und Kranmer war doch sonst kein Mann großer,unsterblicher, von Mund zu Mund gehender That.Läsen wir sein Leben von hinten an, was würden wirerwarten, und wie würden wir uns bey allem gutenund schönen, das wir fänden, getauscht finden! Wennwir wissen, wie er sich zum Erzbischof von Kanter--bury hinauf wand, und welche Rolle er bey seinemKönig Heinrich VIII. spielte, und alles zusammen-nehmen , was er für England that, so werden wirfreylich immer einen Mann von Talenten, einen klu-gen, verständigen, trestichen Mann heraus bringen,der Verdienste genug hatte, um die höchste geistlicheWürde von England mit Würde zu bekleide», abereinen Befehlshaber im Reich der Wahrheit? aber ei-