Fleisch sparsamer genießen, um den Dürftigen mitzu-theilen, und die Heiligen zu beherbergen, die nichtgern in Wirthshäuser gehen, oder nicht wohl in Wirths-häusern leben können, und wenn wir schlecht und rech-te , ehrbare Nahrung nnd Deke haben, so wollen wiruns dessen genügen lassen; denn der Geiz ist eineWurzel alles Bösen, welches hat etliche gelüstet, undsind vom Glauben irre gegangen, und haben sich selbstmit vielen Schmerzen durchstochen — —
d. Peter Pomponatius.
Aus einer Schrift dieses mantuanischen Philoso-phen von der Unsterblichkeit der Seele führt der Ver-fasser folgende Stelle an:
„Nach reiflicher Ueberlegung über diese Angele-genheit glaube ich sicher behaupten zu können, daß„die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele allemal„ein Problem bleibe. Ich finde eben so viel Grün-„de. sie nicht zu glauben, als ich habe, sie anzu-nehmen. Daher halte ich es immer mit dem Pla-„to, welcher sagt, es sey Gottes Sache, uns als-„dann von der Wahrheit zu überzeugen, wenn viele„daran zweifeln. Da nun an dieser Lehre viele gros-se, gelehrte und berühmte Männer zweifeln, so„wird es ganz allein von Gott abhängen, ob Er uns„überzeugen will, daß unsre Seele unsterblich sey oder„nicht. Gott hat durch die Propheten diese wichtige„Sache in ein Helles Licht gesezt, nnd zulezt durch„seinen Sohn, den Er zum Erben über alles eistgesezt,„durch den Er die Welt gemacht, und dem Er alles
„über-