würde, so gern beyfügen, Religion erhebt dieMenschheit über die Menschheit. Tugend machtden Menschen zum Menschen; Religion machtden Menschen zum Engel. Tugend würkt die be-sten edelsten Freuden, für die gegenwärtige ficht,bare Welt; Religion Freuden des Himmels undder Ewigkeit. Um wie viel höher der Menschdurch Tugendfahigkeit über die Thiere erhaben ist<— um so viel höher der tugendhafte Religiöseüber den Tugendhaften ohne Religion. Wie dasThier nicht reichen kann in das moralische Empft'n-diulgssystem des tugendhaften Menschen; so derbloß Tugendhafte, als solcher, nicht in das ebenso viel höhere System, in das eben so viel geistigereReich des Religiösen. Tugend ist Religion derErde: Religion — Tugend des Himmels. Derbloß Tugendhafte ohne Religion — kann nie sotugendhaft werden, wie der Religiöse; so wenigder Mond leuchten kann, wie die Sonne.
ES ist in wie manchem Sinne, wahr —- EinSenfkorn Glaubens, der in die unsichtbare Weltdringt, aus dieser schöpft und nimmt, gerade sobeherzt und zweifellos da schöpft, wie aus der sicht-baren — -— Ein Senfkorn solchen Glaubensversezt Berge, dringt durch alles, würkt in al-les, tragt alles, duldet alles, überwindet alles.
Der Israelite — hat Kraft seiner Religion,wofern sie nicht Schall, Wort, Nachgrschwaz, son>Hern Glaube ist, Glaube, der, wie jeder in der
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