Wahrheit und Ton, von Geist und Manier —auch die drükt sich lesbar genug auf dem Angesichtsdes Menschen aus. >—
O wer kennt die Menschen, und sich selber <—und erkennt alle diese Unsichtbarkeiten nicht in demSichtbaren?
„Ja, wohl in den Mienen zeigt sich aufmerk-samen und geübten Bliken so was -—> das ist al-„les! —" Nein, Freund! es ist nicht alles— auchdie besondere Relrgionöempfanglichkeit eines jedenMenschen drükt sich nicht bloß in Mienen, nichtin der Bewegung allein, nicht allein in der, ausöfterer gleichförmiger Bewegung entspringenden La-ge und Falte des Gesichtes aus — nicht nur wasder Mensch ist; auch was er seyn kann; auch dieArt von Religion, wozu er gebildet ist — auchdas drükt sich aus — und zwar in der Zeichnungder Züge; auch in der Form so gar des Gesichts.
Nicht nur z. E. ist in des sogenannten Pieti-sten Mienen seine ängstliche Gesezlichkeit — in dessogenannten Herrnhuters, seine weiblichsüßfrdhlicheHeiterkeit; in des Mennoniten, das Einfaltiginnigsherzliche; in des Mystikers, das Stillverliebte —u. s. f. sichtbar'— so daß es gar nicht schwer ist,(auch ohne Rüksicht auf die so viel mitwürkendeStellung, Gang, Gebehrde, Stimme) auf den er-sten Anblik jeden solchen religiösen Charakter sogleichzu erkennen: nicht nur das 7—
Sondern