von Corsica. ZZ
Ich erinnere mich hierbey, daß auf dem Wege vonRom nach Neapel aus einer schweflichten Quelleein Bach fließet, der eine ähnliche Eigenschaft hat,und nur nicht so weiß färbet als das Wasser desRestonica, welches machet, daß das Eisen selbst soweiß als Silber ausstehet, und nicht rostet. DieCorsen tauchen oft ihr Gewehr hinein, um es blankzu machen.
Es sind außerdem noch verschiedene andereFlüße, von denen ich hier keine umständliche Be-schreibung geben will, als: der Hiumorbo, pru-nella, Gravonne, Valirrco, Talavo, und Lia-mone, alles schöne poetische Namen. Es giebtauch daselbst viele Bäche, die das Land fruchtbarmachen, und es frisch erhalten.
Man hat immer behauptet, daß einige vonden Corsischen Flüßen durch gehörigen Fleiss undAufwand könnten schiffbar gemacht werden; ichglaube aber, dieses würde ein sehr vergebliches Un-ternehmen seyn, indem ihr Lauf außerordentlichschnell ist, und die Ströme, welche von den Ber-gen herunterstürzen, bey anhaltenden Regen oft sosehr anwachsen, daß sie ganze Felsenstücke herabfüh-ren, die ein jedes Fahrzeug, welches sie erreichenkönnten, in Stücken zerschlagen würben.
Es sind viele mineralische Brunnen, sowohlvon warmer als kalter Art in verschiedenen Gegen-den der Insel, die von den Einwohnern in den mei-sten Krankheiten als sehr heilsam befunden werden;und Leute von Einsicht, insonderheit einige franzö-E sische