von Corsica. 4l
der Kastanicnbaum wächset zu einer erstaunlichenTicke.
Es giebt an verschiedenen Orten sehr großeWälder. Der Wald von Vico ist der merkwür-digste. Es ist in Corsica hinlängliches Zimmerholz,um eine starke Flotte davon zu unterhalten, unddas Holz daselbst ist viel harter als man es in einersolchen südlichen Breite vermuthen sollte, welchesaber theils dem felsichten Boden des Landes, theilsauch der beständigen frischen Luft in den Thälern,und der gemäßigten Beschaffenheit derselben zuzu-schreiben ist, die daher rühret, daß einige Bergedas halbe Jahr hindurch mit Schnee bedeckt sind.Dieses ist auch eine Hauptursache von dem gesundenLustkreise, worinn Corsica vor Sardinien einengroßen Vorzug hat.
Diejenige Art von Eichen, die immer grünbleibet, ist hier sehr häufig und giebt dem Landeselbst mitten im Winter ein liebliches Ansetzn. DieCitronen, Orangen, Feigen und Mandelbaumesind hier ebenfalls sehr gemein. Doch findet manhier wenig welsche Nußbaume, und die Aepfel,Birnen, Pflaumen und Kirschen sind nicht sonder-lich, welches ohne Zweifel aus Mangel der geringenSorgfalt herrühret, die man auf die Wartungdieser Früchte wendet.
Die Corsischen Berge sind mit Hagapfelbau-men oder Erdbeeren bedeckt, welche denselben soweit als das Auge reichen kann, ein hochrothes undbrennendes Ansetzn geben. In Wahrheit dieseE 5 Insel