89
von Corsica.
zu bringen. Da sie aber nach Livorno, in einemkleinen toscanischen Fahrzeuge, mit einem englischenPasse versehen, hinüber schiffen wollten, wurdensie von der Republik weggenommen, und nach Ge»nua geführet, wo man sie ins Gefängniß legte.
Die Republik glaubte, daß dieses den GrafDomenico, den Vater, gewiß abhalten würde, esferner mit den Patrioten zu halten. Sie boten ihman, ihm seine Güter wieder zu geben, seine Söhneloß zu lassen, und ihn zum General der corsischenTruppen in ihrem Dienste zu machen, wenn er aufihre Seite treten wollte. Allein, er antwortetehierauf mit vieler Standhaftigkeit und Großmuth:„Sie sollen mir meine Söhne schon wieder zurück„geben, sie mögen wollen, oder nicht; und ich achte„alle ihre übrigen Anerbictungen für nichts gegen„die gerechte Unternehmung, in welche ich mich„eingelassen habe, und in welcher ich bis an mein„Ende beharren will„. Solche Beyspiele patrioti-scher Gesinnungen verdienen angemerkt zu werden.Die Jahrbücher von Corsica könnten viele von dieserArt ausweisen.
Da die österreichischen Truppen Genua besetz-ten, so wurden die jungen Grafen Rivarola in Frey-heit gesetzt. Der Graf Antonio, der älteste, meinsehr guter Freund, ist ein Major in dein Dienste desKöniges von Sardinien, und Generalconsul diesesMonarchen, in Toscana. Der Graf Nicolaus, derjüngere, lebet zu Oletta, in Corsica; er ist aber voneiner so schwächlichen Leibesbeschaffenheit, daß erF 5 seinem