von Corsica. lOl
großen Staates erfahren hatte, als daß sie eben die-ses Mittel aufs neue hatte ergreifen sollen.
Zm Monat Mär; wurde der Graf vonVoiffeux mit einem Corps französischer Truppennach Corsica geschicket. Dieser General war zwarein guter Officier, aber zu keiner großen Unterneh-mung aufgelegt. Er hatte hierbey den Herrn vonContades, nachherigen Marschall von Frankreich,der die französische Armee in der Schlacht bey Min-den commandirete, zu seinem Gehülfen. Nach ver-schiedenen Unterredungen mit den Oberhäuptern derCorsen, dem Giafferi und Paoli, nebst dem Lucadi Ornano, der von einer Seitenlinie der großenFamilie war, die Sampiero di Bastclica ehemalsvorstellte, fand der Herr von Voiffeux gar bald,daß die Corsen sich ihren alten Unterdrückern nichtunterwerfen würden, und stcng deßwegen seine Feind-seligkeiten an.
Die Corsen thaten Sr. allerchristlichsten Maje-stät in einem Memoriale, worinne sie ihre Be-schwerden der Reihe nach erzählten, sehr rührendeVorstellungen, wie sie Hoffeten, daß Frankreich,welches ihnen vormals seinen Schutz gewähret hätte,sie jetzt nicht zwingen würde, sich der abscheulichstenTyranncy zu unterwerfen. Diesem Memoriale wa-ren zugleich einige Vergleichsartickel beygefüget, dieman dem Gutachten des Königs von Frankreichüberließ.
Diese Artickel aber wurden bey dem Zustandeeines Volkes, wie die Corsen waren, für zu verwegenG z ange-