125
von Corsica.
unglücklichen Verfassung sie vielmehr Mitleiden ge-habt, und sie beklagt hatte, daß sie unter einertyrannischen Regierung leben müßten. Da manaber merkte, daß die Genueser die corsischen Fahr-zeuge beständig angriffen, und auch wegnahmen, sowurde es vor billig angesehen, das Widervergel-tungsrecht auszuüben; und dabey zugleich gegen an-dere Seemächte alle gehörige Achtung zu bezeigen.Zu dem Ende wurde auch im Jahr 1760 ein beson-deres Manifest bekannt gemacht. *)
Diese
") Da- Manifest selbst ist in folgenden Worten abge-faßt:
Manifest des Generals und des hohen Staats-raths des Königreichs Corsica.
Die Gerechtigkeit unser- Kriege- wider die RepublikGenua ist der Welt so bekannt als die Nothwendigkeit,die uns bewogen hat, die Waffen zu ergreifen, um unsvon der schändlichsten und unerträglichsten Tyranneyder ungerechten Besitzer unserer Insel und der Feindeunserer Freyheit loszumachen. Jedoch da die Gelindig-keit und Mäßigung, die wir in einem so gerechten undlöblichen Vorhaben allezeit beobachtet haben, die Herrenvon Genua zu unserm Schaden nur noch hvchmüthigerund verwegener gemacht hat; so sind wir zu eben derZeit, da wir unser Betragen gegen sie ändern wollen,iivthwendig verbunden, der Welt die Bcwegungsgründeund Ursachen davon bekannt zu machen, damit jeder-mann von der Redlichkeit unserer Entschließungen undvon der Billigkeit überzeugt werde, die den Characterunserer Nation ausmachet:
Seit dreyßig Jahren, so lange wir diesen Krieg füh-ren, um die Republik Genua aus unserer Insel gänzlichzu vertreiben, halten wir noch nie versucht, die Un-terthanen dieser Herrschaft in ihrem Handel zur See zu
stoh-