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Beschreibung
Die Corscn ließen auch ein Memorial an al»len europäischen Höfen bekannt machen, worinne
sie
tigen Friedenscongreß die europäischen Fürsten so wohldie Gerechtigkeit unserer Sache, nebst unsern senerlichenEntschließungen, als auch die Unerträglichkeit ihrer Re-gierung, mit dem Genie unseres Volkes, in Erwegungziehen, und, um nicht in dem Innersten von Italien dieKriegsflamme zu erregen, darauf denken werden, dieRepublik von ihren vorgeblichen Forderungen abzuziehen,die sie zu keinem andern Endzwecke bey diesem Reichegerne wollte geltend mache», als damit sie dasselbe mitElend und Schrecken erfüllen könnte. Bey so gestaltenSachen ist sie dem Antriebe ihrer herrschenden Leiden-schaft zur Rache und Verwüstung, gefvlget, und hatgeglaubt, daß sie sich unsern Unternehmungen nicht bes-ser widersetzen könnte, als wenn sie,' durch häufige Ver-schwendung des Geldes, und durch Ancrbietungen mili-tairischcr Ehrenstellen, uud durch Besoldungen einigeniederträchtige und wegen ihrer schrecklichen Verbrechenaus ihrem Vaterlands vertriebene Menschen, anreizte,sich heimlich bey uns einzuschleichen, und Uneinigkeitunter uns zu erregen; damit sie bey dieser Furcht, oderbey einem bürgerlichen Kriege, desto bessere Gelegenheithätte, ihre Kunstgriffe, so wohl bey den Höfen, alsauch auf dein Friedenscongreß, an den Lag zu legen.Sie hat dieses Vorhaben um so viel lieber erwählet, iemehr sie bey dem Friedenscongreß zu Aachen, da dieMinister der andern Machte die Hand auch an die per-sischen Sachen legen wollten, listiger Weise die Noth-wendigkeit davon, mit dem Vorgeben, vereitelt hat, daßsie selbst die Unruhen dieses Reiches in kurzer Zeit dampfenwürde. Da sie nun letzt auf gleiche Weise die Auf-merksamkeit der Cabinetter durch ihre Gesandten, unddurch Manifeste vorzubereiten suchet; so behauptet sieauf eine unverschämte Art, und machet bekannt, daßsie endlich Mittel gefunden habe, die cvrsischen Streit-sachen beyzulegen, und zu dem Ende auf Begehren desgrößten Theils dieses Volks und der Vornehmsten der
Nation,