von Corsica. IZ7
Allein die Staatsminister zu Versailles warender corsifchen Sache nicht gewogen; und Frankreichist allezeit bald die Zuchtruthe, bald auch der Schildvon Genua gewesen. Pavli hatte beynahe seinen3 5 großen
gierung belebet, und den Corsen eben sd sehr verrhaßt gemacht haben, als das Mitleiden groß gewesen ist,womit ein jeder Fürst ihre Anstalten angesehen hat.Hierzu kommt noch, daß man ferner darauf denket, einaNation wieder zum Gehorsam zu bringen , welche doch,da sie die Verachtung des ganzen Reichs von der Repu-blik erfahren muß, lieber einen großmüthigen Tod er-wählen, als sich einer alten Knechtschaft unterwerfenwird.
Es ist wohl möglich, daß man endlich durch Gewaltund Macht, die der Republik zu Hülfe kommen könnte,den Muth der Corsen schwächen würde; allein die Ge-nueser würde« deswegen ihre Absicht nicht erreichen, weildadurch das Herz der Corsen die angebohrne Freyheitnicht verlieret, und der Haß, der beyde Nationen alle-zeit trennen wird, anstatt geschwächt zu werden, immervoch mehr zunehmen würde. Es ist aber nicht glaublich,daß ein Fürst, beständig eine Armee in Corsica haltenwürde, um die Rechte einer Republik zu unterstützen«die, außer dem gewaltsamen Einfall, keinen Anspruchhat, welchen man den Ansprüchen anderer europäischenMächte entgegen setzen könnte. Es sey nun, entwe-der das römische Reich in Rücksicht auf Toscana, oderFrankreich, dem sie schon zu anderer Zeit einverleibetworden, oder Spanien wegen der Könige von Arrago«nie», oder endlich der heilige apostolische Stuhl, demsie sonst zinsbar gewesen ist. -
Es ist auch nicht zu zweifeln, daß die heutigen Kö-nige, zu deren Kronen die gerechten Klagen der Corsenschon gelanget sind, jenes Recht der Menschlichkeitübertreten werden, welches ihnen den Gedanken einflöscnkann, Corsica einmal Ruhe zu verschaffen und demsel-ben seine Freyheit gemessen zu lassen, für welche es
jeder-