von Corsica. i6z
erzwungener und unangenehmer Zustand, daß manihn gar nicht beneidete. Wir müssen zwar den er»staunlichcn Einfluß ihres Gesetzgebers bewundern,allein, wir müssen doch bekennen, daß alles, waser dadurch erlangte, blos die Erhaltung eines Staa-tes war, und die Erhaltung ist ohne Glückseligkeitfür nichts zu achten. Der Herr Jacob Stuarthalt davor, daß dieLaccdamonicr, wenn sie beydenGrundsätzen ihrer Regierung und Staatsvcrfassnnggeblieben waren, vielleicht noch bis auf den heutigenLag bestehen würden *). Ich glaube auch, daßes so hatte seyn können; und wenn Lycurgus seineSpartaner in Menschen von Steinen hatte vcrwan-deln können, so würden sie noch langer gcdaurethaben. d
Bey der Staatsverfassung von Corsica, woman die nöthigen Maaßregeln zur Fortdauer desStaats genommen hat, genießen einzelne Personenalles, was dieses Leben angenehm macht. DieCor-sen sind eben so wohl Menschen, als Bürger, undwenn sie sich einmal von den Genuesern völlig bc-freyet haben werden, so kann ich mir kein glückli-cheres Land vorstellen. Mit dieser herrlichen Aus-sicht belebet, suchet Paoli die Herzen seiner Lands-lcute zu regieren. Ihre Liebe gegen ihn ist so groß,daß die Macht dieses Generals, ob sie gleich an sicheingeschränket ist, doch keine Grenzen hat. Es
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, Look II. Lksp. 14-