von Corßca. 1^7
des Franciscancrordens, und siebenzehen von denCapucincrn. Ein jedes von diesen Klöstern hat blosein Gehölze zu ihren abgesonderten Spaziergängen,einen Garten und einen kleinen Weinberg. Sieleben insgesammt von der Freygebigkeit des Volks.Es sind zwey Iesuikercollegia, zwey Dominicaner-klöster, fünf Klöster vor Servilen, und eines vorMisswliarien, die alle sehr gute Besitzungen haben.Es sind auch einige Ländereyen, welche andern Or-den, insonderheit den Cartheusern zu Visa, gehören,deren strenge Heiligkeit ihnen die Hochachtung vonJedermann verschaffen, und ihre Rechte, selbst in derZeit der größten Verwirrung, unverletzt erhaltenmuß. Man sollte vermuthen, daß auf dieser Inseldie Nonnenklöster einiges Verhältniß gegen dieMönchsklöster haben würden; es ist aber in der Thatkein einziges Nonnenkloster in ganz Corsiea. Umdieses zu begreifen, muß man erwegen, daß dieEinrichtung der Klöster, gar oft in weltliche Absich-ten ist verwandelt worden, so daß der Ädel in katho-lischen Landern, die ihre Familien gerne bereichernwollen, ihre Löchter blos deßwegen zu Nonnen ma-chen, damit ihr Erbantheil dem ältesten Sohne zu-fallen möge. Die Genueser, welche die Eorsen inbeständiger Unterwürfigkeit erhalten wollten, bemü-hctett sich, alles abzuwenden, damit der Adel aufder Insel nicht zu mächtig werden möchte. SieVerboten daher die Nonnenklöster, um ihnen dieGelegenheit abzuschneiden, wodurch sie reicher wer-den könnten, hingegen ermunterten sie die Manns-personen den Mönchenstand zu erwählen, um da-M durch