von Corsica. 20z
Vaterland, seine Geschichte, welche er bis auf dasJahr 1516 fortgeführet hat.
Die einzige Handschrift von diesem kleinen Wer»ke ist in der Bibliothek des Königs von Frankreich.Und Muratori ließ es i7Z8 drucken, da die Eorfen,wie er sagt, ein wildes, bäurisches und ausruhn-sches Volk, aufs neue eine Rebellion erreget, undnun schon lange der durchlauchtigsten Republik Ge-nua viele Unruhe gemacht habe; wobey er hinzu se-tzet, so wie Petrus Cyrnäus seine Nation beschreibt,daß sie beständige Zankexcyen und Unruhen unterhal-te, eben so lernet man sie auch ietzt kennen.
Petrus vertheidiget gar sehr die Ehre dieser In-sel. Er beharret darauf, daß ein Hohn des Her-kules daselbst regieret habe. Strabo erzählet uns *),daß ein Sohn des Herkules sich in Sardinien nie-dergelassen habe, welches vermuthlich zu der erwähn-ten Nachricht, in Absicht auf Corsica, Gelegenheitgegeben hat. So wie Livius sagt **), daß man esdem Alterthum verzeihen müsse, wenn es den Ur-sprung der Staaten weit herrlicher vorstellet, als erin der That gewesen ist.
Petrus ist ein sehr ausschweifender Patriote.Er kann den Strabo gar nicht leiden, der, ungeach-tet der günstigen Nachricht, welche Diodorus Si-culus von Corsica gegeben hat, doch lieber die
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