275
z.
Zehendtner Paul vorn Zehendtgnrb. Ordenliche Beschreibung mitwaö stattlichen Ceremonien vnd zierlichkcitcn, die Röin. Kay. May. unser allcr-gnedigster Herr (Rudolph II. ) sampt etlich andern Erzherzogen Fürsten vndHerrn den Orden dcS Gulden Fluß in diesem 85 Jahr zu Prag vnd Landshntempfangen vnd angenehmen. neben vorangehender summarischer Ausführung vndrrinnerung, was von diesem Orden, auch dessen Ursprung vnd bedcütung für?nehmlich zu wissen, dabey dan auch etliche zu dieser Beschreibung dienstliche feineFiguren zu sehen. Mit Röm. Kays. May. auch Erzherzogs Ferdinanden zuÖsterreich Gnad vnd Freyheit. Dklingen Johann Mayer. 1587. 4. mir vielenFigg. Von Stiftung dieses Ordens schreibt der Vers. so. „Was anbelangtwer der erste anfanger dieses löblichen Ordens gewesen, ist nit ohne, das etwanopinonen verstanden , das Herzog Johann von Burgundi, die aufrichtung undden Anfang desselben fürgenoinmen soll haben: weil sich aber einmal nicht fin-det, das unter desselben zeiten solliches in liste kommen oder der Orden gehaltennoch Rirrer erwöhlt worden seyn, sondern das allererst derselbe durch seinen SohnHerzog Philips von Burgundi, deme seiner fürtreffllchen Tugenden auch frumigrkeil vnd gute halber, damit er vor andern Fürsten damals von Gott begnadetwar, in gemain der Namen Philippus bonus das ist der Frvnune vnd Gut.Philippus gegeben worden, dessen Frau Mutter ein Tochter AlbertS Herzognin Bayern Pfalzgravens bey Rhein, Gravens in Holland, Seeland vnd Hen--negaw so Herzog Wilhelmen des lezten dieser fürstlichen Linien von berümten Gravenin Holland Schwester gewesen , die würckung genommen habe, dan derselbHerzog Philipps der gute ist Ao. 1396 auf die Welt geboren vnd hat ihine wiedie Historien vermelden, im Jahr 1429 als er damals fein dritte Hochzeit mitJsabelia des Künigs aus Portugal Tochter zu Prugg so ein fürneme Stadt inFlandern rst, gehalten, dahin ein grosse Menge frembder Fürfien vnd Herrn zu-sammen kommen aus sonderbarer guter Zuneigung so er, inmassen ihm solchesdie Historiographi , dan auch seine aigene Schriften vnd reden vielfältig Zeügrmrß geben, jederzeit zu allen Orten der Ritterschaften und brüderlichen Gesellschaf-ten getragen, fürgcnvmmen gehabt , zugleich mich ein aigncn Orden tznd gestllschaftauszurichten, den er alsbald den erde« des Guldin Flns intituliert vnd geiienk,vnd gleichwol dabey gesezt gehabt, das in sollicher Ritterlicher Gesellschaft, desbesagten guldin Flüß , in allen nicht mehr als g i Ritteröpersohnen auf einmalseyn sollen, über dar, sich selbst für dem erstm , dan auch künftig einen jedenregierenden Herzogen zu Burgund für das Haupt deS^ Ordens auf ewig geordnet,vnd zu nvch urehrer» Ansehen vnd Nothwendigkeit solches Ordens, vier sonderbare
M m %
Emp,
•v