6 Geschichte der kön. franz. Akademie
wohl, daß er schon lange kein Mitglied mehr davon wäre^und begehrte, daß ße ihren vierten Mitbruder nennen sollten.Erdrang in sie, und sie besannen sich in der Verwirrung aufden Abc Gallois gar nicht, vielweniger auf den Abt Mie«Kam; sondern da sie Herrn Felibien den Vater bey sichsahen, der auch wirklich einigemal in die Zusammenkünfteder Gesellschaft gekommen war, wenn nämlich seine Arbeite»untersuchet worden waren: so nennten sie ihn dem Hermvon Louvois mit, der sichö gefallen ließ, und ihnen sagte;sie sollten nur wieder nach Paris zurückkehren, allwo siebald, wegen der Fortsetzung ihrer Arbeiten fernern Bescheiderhalten sollten.
Herr von Konvois hielt anfangs einige Zusammen-künfte der kleinen Akademie bey sich zu Paris, undinMeu-don. Nachmals aber wurden sie auf das Kouvre ange-wiesen, und zwar an denselben Ort, wo die Versammlungender iranzösischen Akademie sind. Er setzte auch fest, daßman sich wöchentlich zweymal, nämlich Montags und Sonn-abends, von fünf Uhren des Nachmittags, bis um siebenUhr, versaminlen sollte.
Als nun HerrChapelle, anstatt des Herren perraulc,Miraufstber der Gebäude geworden war: so bekam auch erBefehl, sich in den Versammlungen einzufinden, um dieRathschlagungen aufzuschreiben; und folglich ward er dasfünfte Mitglied. Bald darauf setzte Herr von Kouvoisnoch zweene hinzu, deren Beyhülfe er der Akademie, zurGeschichte des Königes, sehr nöthig zu seyn erachtete. Dießwaren nun Herr Racine und Despreaux. Endlich kamnoch der achte hinzu,. nämlich Herr Rainstant, ein in derMünzwisscnschaft sehr geübter Mann, und Aufseher desAntiquitätewCabinekS des Königes.
Unter diesem neuen Ministerio nun, nahm man die Arbeitder königlichen Geschichte in Münzen, wieder mit Eifer vor,die in den letzten Jahren des Herren Eolberts unterbrochenworden war. Man schlug verschiedene Schaupfcnnigevon allerley Größe; aber fast alle größer, als man sie seit-dem