Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

voll den Menfchenopftrungm. ZZ

die Gewißheit solcher Opfer bezeugen, kein einziger bekennet,er habe eines gesehen; sondern sie führen sich nur einer denandern an. Die allerältesten geben die entferntesten Sa-gen zum Beweise an, und allerseits reden mit Abscheue davon.

2) Die Aegyprier sind durch den Horns von diesemGrauet loögezählet: denn derselbe versichert, daß, weit ge-fehlet, daß sie härten Menschen schlachten sollen, sie in denältesten Zeiten kaum Thiere schlachten dörfen; und daß sienur erst unter der Regierung der prolomäer, angefangen,zu Ehren des Gerapis, Thiere zu opfern.

z) Wenn Abraham derjenige ist, der zu diesem Aber-glauben Gelegenheit gegeben haben soll, er aber seinen Sohnnicht erwürget hat, und der Herr mit einem Widder zufrie-den gewesen: so wird auch Gaturnus, dessen Opfer mitAbrahams seinem einerley gewesen seyn soll, nichtunmenschlicher gewesen seyn: und Herr Morin kannnicht glauben, daß die Nachahmer Abrahams, oderSaturnssi auf Kosten der allerbeliebtesten Gegen-stände, weiter hätten gehen wollen, als ihr Vorgänger.Sie mögen wohl ihre Kinder zum Altare geführet, und siehernach durch Darbringung einiger Thiere gelöset haben,eben wie die Istaeliten die Erstgebohrncn löseten. Dieweltliche Antiquität beuth uns ja andere Beyspiele von die-ser Art des Tausches dar. plurarch saget, daß, nachdemein Orakel, denen von der Pest gequälten Lacedamom'ernbefohlen, eine Jungfer zu opfern; und das Loos auf einjunges Mägdchen, Namens Helena, gefallen wäre, ein Ad-ler das geweihte Messer weggeführet habe, und es auf denKopf einer jungen Kuh geleget, welche man an jener Statterwürget. Eine fast gleiche Veränderung trug sich in Ita-lien bey den phalenern, in der Person der Valeria äu-perca zu: und als Pelopidas, ein Oberhaupt derAthe-uienser, im Schlafe, die Nacht vor einer Schlacht gegen dieLacedamonier, ermähnet worden, den Schatten der Töch-ter des Gcedasus, eine reine weiße Jungfer zu opfern; alswelche an eben dem Orte von den jungen Lacedamsniern

D z waren